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Krisenstaaten: Gemischtes Bild

Belohnung Der Finanzmarkt honoriert die Sparanstrengungen Irlands, während Griechenland im Abseits steht und Italien mit Misstrauen begegnet wird. Für Irland haben sich die Konditionen am Markt für Staatsanleihen zuletzt deutlich gebessert, wie aus der Renditeentwicklung für zehnjährige Papiere hervorgeht. Das gilt auch für das Euro-Krisenland Portugal sowie für Spanien. Madrid kann sich sogar günstiger refinanzieren als zurzeit Italien, das unter dem großen Vertrauensverlust der Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi an den Märkten leidet.

5,9 Prozent darf das Defizit in Portugal in diesem Jahr höchstens betragen, damit das Land seine Verpflichtungen gegenüber den internationalen Geldgebern, der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) erfüllt. Das Haushaltsdefizit bei dem Euro-Sorgenkind ist im ersten Halbjahr allerdings höher ausgefallen als erwartet. Es lag bei 8,3 Prozent, wie die Statistikbehörde INE in Lissabon mitteilte. Der Fehlbetrag betrug rund sieben Milliarden Euro. Ministerpräsident Pedro Passos Coelho hatte bereits eingeräumt, die Ergebnisse würden "nicht so gut wie erhofft" ausfallen.

Krisentreffen Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone werden sich laut Diplomaten zu einem Gipfel in Brüssel treffen. Das Spitzentreffen werde im Anschluss an den EU-Gipfel, der bisher für den 17. und 18. Oktober angesetzt war, stattfinden, hieß es.