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Lars Windhorst: Jungunternehmer soll Zukunft der Marseille-Kliniken sichern

Lars Windhorst

Jungunternehmer soll Zukunft der Marseille-Kliniken sichern

Der Investor Lars Windhorst soll die finanzielle Zukunft des Hamburger Altenheimbetreibers Marseille-Kliniken sichern. Wie die "Welt am Sonntag" aus dem Umkreis des Klinikkonzerns und Windhorsts erfuhr, wurde der Jungunternehmer mit seiner Firma Sapinda Deutschland damit beauftragt, Geldgeber für eine neue Firmenanleihe in Höhe von 15 Millionen Euro anzuwerben, die das Unternehmen Ende Oktober ausgeben will. Windhorst soll hierbei mit der Berliner Quirin Bank zusammenarbeiten, die bereits eine einjährige Anleihe in gleicher Höhe für die Marseille-Kliniken aufgesetzt hatte. Bemerkenswert ist die Kooperation vor allem deshalb, weil Marseille-Kliniken-Gründer und -Mehrheitsaktionär Ulrich Marseille und Windhorst sich vor Jahren vor Gericht gegenüber standen. Marseille zeigte Windhorst 2003 wegen Betrugsverdachts an, nachdem dieser sich zwei Jahre zuvor 20 Millionen D-Mark bei Marseille geliehen, diese jedoch zum großen Teil nicht zurückgezahlt haben soll.

Mobilität

Großstadtvergleich: Berlin landet auf drittem Platz

Berlin ist in einem Mobilitäts-Ranking deutscher Großstädte auf dem dritten Platz gelandet. Untersucht wurde, wie schnell und wie gut Menschen ihr Ziel in einer Metropole erreichen. Im deutschlandweiten Vergleich siegte München vor Hamburg. In keiner deutschen Großstadt kommen die Menschen langsamer ans Ziel als in Düsseldorf. Die weltweite Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little, die die "Wirtschaftswoche" am Sonnabend veröffentlichte, ermittelte als internationalen Sieger Hongkong, gefolgt von Amsterdam und London.

Banken

Fast alle Geldhäuser machen bei Schuldenerlass mit

Fast alle großen Geldinstitute werden nach Einschätzung des internationalen Branchenverbands IIF beim geplanten Schuldenerlass für Griechenland mitmachen. "Ich bin sehr optimistisch, dass sich mehr als 90 Prozent der Banken beteiligen", sagte der geschäftsführende Direktor des International Institute of Finance (IIF), Charles Dallara, der "Welt am Sonntag". Er verteidigte den 50-prozentigen Schuldenerlass als ausreichendes Zugeständnis der Banken. Dallara geht zwar davon aus, dass sich 90 Prozent der Banken am Schuldenschnitt beteiligen. Offen sei aber, wie andere Gläubiger - wie Versicherungen oder Fonds - einbezogen würden. "Hier muss sicher noch Überzeugungsarbeit geleistet werden."