Marktbericht

Erfolg durch Beharrlichkeit

Top und Flop stehen im Mobilfunkmarkt eng beieinander. Wer heute ein Sieger ist, kann morgen ein Verlierer sein. Das zeigt das Schicksal von Nokia und Motorola auf anschauliche Weise. Samsung scheint sich aus diesem Auf und Ab offenbar ausgeklinkt zu haben.

Der Konzern legt in regelmäßigen Abständen Smartphones vor, die sowohl von ihrer Technik als auch mit ihrem Design ganz vorn mitspielen. Die Beharrlichkeit hat die Koreaner inzwischen an Nokia und nun auch an Apple vorbei auf den ersten Platz der Weltrangliste der Smartphone-Hersteller geschoben. Samsungs Stärke geht aber noch weiter. Der Konzern stellt selbst viele der Komponenten her, die er in seinen Geräten verbaut, darunter Chips und Displays. Andere müssen dafür bei den Zulieferern anklopfen. Der Vorteil einer eigenen Produktion liegt vor allem in der Geschwindigkeit, Innovationen in den Markt zu bekommen. Und das könnte sich für Samsung in Zukunft immer mehr als ein Schlüsselfaktor erweisen. Denn auf Seiten der Software verengt sich gerade bei den internetfähigen Multimedia-Handys der Markt, der immer stärker auf ein Duopol Apple-Google hinausläuft. Apple hat sich ein eigenes Betriebssystem gebaut. Alle anderen erfolgreichen Smartphone-Hersteller setzten Googles Software Android ein, auch Samsung ist darauf angewiesen. Nun geht es vor allem darum, sich zu unterscheiden. Wer wie Samsung technologisch führt, ist hier im Vorteil.