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Volkswagen/Telekom: Staatsanwaltschaft erhebt Vorwurf der Korruption

Volkswagen/Telekom

Staatsanwaltschaft erhebt Vorwurf der Korruption

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat offenbar Anklage wegen Korruption bei einem Geschäft zwischen Volkswagen und der Deutschen Telekom erhoben. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete unter Berufung auf die Anklageschrift, Volkswagen habe einen hoch dotierten Vertrag mit der Telekom-Tochter T-Systems erst dann fortgeführt, als die Telekom-Firma ihrerseits angekündigt hatte, einen Sponsorvertrag mit dem VfL Wolfsburg über vier Millionen Euro pro Saison zu verlängern. Eine solche Kopplung hätte es nach Ansicht der Staatsanwaltschaft aber nicht geben dürfen. Sie hat deshalb zwei Führungskräfte aus der Abteilung von VW-Einkaufsvorstand Francisco Javier Garcia Sanz wegen Bestechlichkeit angeklagt, zwei frühere Manager und einen Ex-Berater von T-Systems wegen Bestechung. Sie sollten sich vor der Wirtschaftsstrafkammer des Stuttgarter Landgerichts verantworten.

Löhne

Ver.di-Chef will 2012 deutliche Steigerungen aushandeln

Ver.di-Chef Frank Bsirske hat für die kommende Tarifrunde im Jahr 2012 harte Auseinandersetzungen mit den Arbeitgebern im öffentlichen Dienst angekündigt. Nach zwei Jahren des Aufschwungs hätten die Beschäftigten in diesem Sektor Anspruch auf eine "ordentliche Erhöhung ihrer Löhne und Gehälter", sagte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft. Der Staat dürfe nicht nur Banken retten, sondern müsse auch etwas für die Beschäftigten und damit für das Wirtschaftswachstum tun, sagte er. Verglichen mit einigen Industriezweigen wie etwa der Metall- oder Chemieindustrie, seien die tariflichen Einkommen bei den öffentlich Beschäftigten in den vergangenen zehn Jahren deutlich weniger gestiegen, argumentierte Bsirske. "Diese Lücke muss nun ein Stück weit geschlossen werden." Ver.di sei dabei auch zu Streikmaßnahmen bereit.

E.on

Vorstandsvorsitzender hält an Plänen für Jobabbau fest

E.on-Chef Johannes Teyssen will im Streit über den massiven Stellenabbau bei Deutschlands größtem Energiekonzern nicht einlenken. "Wir lassen uns von dem eingeschlagenen Weg nicht abbringen", sagte er. Zum Umbau bei E.on gebe es keine Alternative. Der Strom- und Gaskonzern will mittelfristig weltweit bis zu 11 000 seiner rund 85 000 Arbeitsplätze streichen. Die Arbeitnehmervertreter fordern einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung und wollen ihre Forderungen notfalls auch mit einem Streik durchsetzen. "Auch Streiks können die Wirklichkeit nicht ändern", sagte Teyssen dazu. "Unsere Kosten sind zu hoch und müssen runter."