Börse

Dax-Absturz: Auch die Konzernbosse verlieren Millionen

Die jüngsten Börsenturbulenzen treffen auch die deutschen Top-Manager hart. Nach einer Analyse der Berliner Morgenpost haben die Dax-Vorstände in der Summe mit Käufen von Aktien des eigenen Unternehmens seit Anfang 2010 mehr als vier Millionen Euro verloren.

Größtes Börsenopfer ist Jürgen Großmann, der ein Minus von knapp drei Millionen Euro zu beklagen hat. Der Chef des Energieversorgers RWE hatte im vergangenen Jahr RWE-Papiere im Wert von 5,4 Millionen Euro erworben. Nach dem Sturz des Papiers ist das Aktienpaket gerade noch 2,5 Millionen Euro wert. Auch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann bewies mit seinen Aktientransaktionen kein glückliches Händchen. Er verlor eine gute halbe Million Euro. Verluste mussten auch Daimler-Lenker Dieter Zetsche, Metro-Chef Eckhard Cordes und der Commerzbanker Martin Blessing hinnehmen.

Der Dax hatte in den vergangenen zwei Wochen 18 Prozent an Wert verloren und damit auch der Wirtschaftselite die Performance verdorben. Vorstände, Aufsichtsräte und deren Angehörige müssen ihre Transaktionen mit Aktien des eigenen Unternehmens seit Juli 2002 bei der Börsenaufsicht BaFin melden. Seither kann jeder die Transaktionen der Firmen-Insider verfolgen.