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Arbeitsmarkt: Regierung erwartet 2015 nur noch 2,5 Millionen Arbeitslose

Arbeitsmarkt

Regierung erwartet 2015 nur noch 2,5 Millionen Arbeitslose

Angesichts der Konjunkturentwicklung rechnet die Bundesregierung offenbar mit einem mehrjährigen Boom auf dem Arbeitsmarkt. In den nächsten vier Jahren erwarte sie einen Rückgang der Arbeitslosenzahl um gut 400 000, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf den neuen Finanzplan des Bundes. Demnach geht die Regierung für 2015 im Jahresdurchschnitt nur noch von 2,5 Millionen Arbeitslosen aus. Das entspreche einer Quote von sechs Prozent.

Umfrage

Mehrheit der Deutschen sieht die aktuelle Krise gelassen

Trotz der dramatischen Nachrichten von den Finanzmärkten bleiben die Bundesbürger gelassen. "53 Prozent sehen den nächsten zwölf Monaten überwiegend optimistisch entgegen, nur zwölf Prozent mit ausgeprägten Befürchtungen", schreibt Renate Köcher, Chefin des Instituts für Demoskopie Allensbach, in der "Wirtschaftswoche". Für die kommenden sechs Monate rechneten 43 Prozent der Deutschen mit einem Aufwärtstrend, 33 Prozent mit einer unveränderten Situation - und nur 15 Prozent mit einem Abschwung. "Die Erfahrungswelt der Bürger steht in völligem Kontrast zu täglichen Hiobsbotschaften", sagte Köcher.

Manager

Personalführung lässt deutsche Chefs kalt

Die deutschen Chefs unterschätzen das Thema Personalführung offenbar klar. Schlechte Personalführung werde toleriert, sofern das operative Ergebnis des Unternehmens stimme, sagte Carsten Steinert, Professor für Personalmanagement an der Hochschule Osnabrück. Eine Folge seien "innere Kündigungen" von Mitarbeitern, was für Unternehmen mit immensen Kosten verbunden sei. Steinert und sein Kollege Dominik Halstrup haben für eine Studie Entscheidungsträger von 118 deutschen Unternehmen mit mehr als 400 Mitarbeitern befragt.

Tarifvertragsgesetz

Wirtschaftsweiser fordert Pflicht zur Schlichtung

Nach dem vorerst abgewendeten Streik der Fluglotsen schlägt der Chef des Sachverständigenrats, Wolfgang Franz, für Deutschland eine generelle Pflicht zur Schlichtung vor. "Ich halte einen Passus im Tarifvertragsgesetz für sinnvoll, dass es vor einem Streik stets ein Schlichtungsverfahren geben muss", sagte der Wirtschaftsweise der "Wirtschaftswoche". Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hatte vor wenigen Tagen überraschend die Schlichtung angerufen, was eine Friedenspflicht von mindestens vier Wochen zur Folge hat. Damit wurde auch der Fluglotsen-Streik in letzter Minute abgewendet.