Marktbericht

Ist die Börse ungerecht?

Zwei Wochen hat der Crash an den Aktienmärkten gedauert. Am Donnerstag gab es dann erste Hoffnungsschimmer, dass sich die Lage beruhigt, am Freitag ging es nun weiter aufwärts. Die Kurse erholten sich den zweiten Tag in Folge, der Deutsche Aktienindex Dax stieg zeitweise sogar wieder über die Marke von 6000 Punkten.

Auch die Nervosität ließ ein wenig nach, abzulesen am Volatilitätsindex VDax, der die Schwankungsbreite des Marktes misst. Von seinem Hoch bei rund 55 Zählern ist er mittlerweile immerhin auf 45 Punkte zurückgefallen. Das ist noch keine Entspannung, aber die akute Panik scheint überwunden.

Zeit durchzuatmen und die Scherben zusammenzukehren, die der Absturz hinterlassen hat - und vielleicht auch neue Chancen zu sichten. Als erstes fällt dabei auf: Fast am schlimmsten unter allen großen Börsen weltweit hat es die deutschen Aktien getroffen. Rund 17 Prozent hat der Dax seit dem 1. August eingebüßt. Bei seinem Tiefstand der vergangenen Tage waren es sogar fast 25 Prozent. Schlimmer erging es nur wenigen. Besser kamen dagegen viele Schwellenländer weg, aber auch die anderen europäischen Aktienmärkte büßten deutlich weniger ein als der Dax. Frankreich, Italien, Spanien - sie alle kamen deutlich besser weg, obwohl gerade diese Länder zuletzt sehr kritisch gesehen wurden.

Was sich der Markt dabei gedacht hat, werden wir bald sehen.