Schuldenkrise

Hoffnungsschimmer im US-Haushaltsstreit: Die Finanzwelt blickt auf Washington

Erstmals seit Tagen gibt es wieder Hoffnung auf eine Einigung im US-Finanzstreit. Republikanerführer im Kongress sprachen nach einem Gespräch mit Präsident Barack Obama von einem baldigen Durchbruch im Streit um die Erhöhung des US-Schuldenlimits.

"Ich bin mir sicher, dass wir in allernächster Zeit eine Lösung finden", meinte der Fraktionschef der Republikaner im Senat, Mitch McConnell. Auch der Republikanerführer im Abgeordnetenhaus, John Boehner, äußerte sich optimistisch. Es werde keine Zahlungsunfähigkeit der USA geben. Jetzt müssten ernsthafte Verhandlungen beginnen, hieß es. Einzelheiten, wie ein Deal aussehen könnte, gab es nicht. Zuvor hatten sich Republikaner und Demokraten im Parlament gegenseitig blockiert. Die Republikaner stimmten gegen einen Kompromissvorschlag der Demokraten. Jetzt wird die Zeit knapp: Sollte es bis Dienstag keine Einigkeit über eine Anhebung der Schuldenschwelle von 14,3 Billionen Dollar (zehn Billionen Euro) geben, droht erstmals in der Geschichte die Zahlungsunfähigkeit der größten Volkswirtschaft. Dies dürfte weltweit Turbulenzen an den Finanzmärkten auslösen.