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Bauernverband: Präsident Sonnleitner verkündet seinen Abschied

Bauernverband

Präsident Sonnleitner verkündet seinen Abschied

Beim Deutschen Bauernverband kommt es zu einem Führungswechsel. Der langjährige Präsident Gerd Sonnleitner kündigte am Freitag beim Bauerntag in Koblenz an, im Sommer 2012 nicht erneut zu kandidieren. "Ich hab's gern gemacht", sagte der 62-Jährige, der seit 1997 an der Spitze der Berufsvertretung steht. Er will sich künftig stärker dem eigenen Familienbetrieb widmen und im nächsten Jahr auch das Amt als Landesbauernpräsident in Bayern abgeben. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) dankte Sonnleitner für seinen Einsatz. Der Bauernverband vereint über seine 18 Landesverbände rund 280 000 Betriebe und damit nach eigenen Angaben 90 Prozent der deutschen Landwirtschaft. Ein Nachfolger ist noch nicht bestimmt.

ProSiebenSat.1

Edmund Stoiber wird Cheflobbyist der Sendergruppe

Edmund Stoiber heuert als Cheflobbyist bei ProSiebenSat.1 an. Als Vorsitzender des neu gegründeten Beirats werde der ehemalige bayerische Ministerpräsident und ZDF-Fernsehrat ab sofort den privaten Fernsehkonzern in "gesellschafts- und medienpolitischen Fragen beraten und unterstützen", sagte Vorstandschef Thomas Ebeling. Auf der Hauptversammlung in München warf Ebeling ARD und ZDF vor, den Privatsendern mit einem unfairen Wettbewerb das Wasser abzugraben. Der Gebührenetat von acht Milliarden Euro übersteige den gesamten Umsatz aller Privatsender deutlich. Zugleich kündigte er einen Rekordgewinn an. Nach langer Durststrecke hatte ProSiebenSat.1 im vergangenen Jahr drei Milliarden Euro Umsatz und 313 Millionen Euro Gewinn erzielt.

Einzelhandel

Ver.di fordert 6,5 Prozent mehr für Beschäftigte in Berlin

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di fordert für die 170 000 Einzelhandelsbeschäftigten in Berlin und Brandenburg 6,5 Prozent mehr Geld. Eine spürbare Erhöhung der Löhne und Gehälter sei angesichts der "grassierenden Inflation" und der gestiegenen Leistungen der Beschäftigten dringend notwendig, sagte Ver.di-Verhandlungsführerin Erika Ritter vor Beginn der Verhandlungen. Umsätze und Gewinne im Einzelhandel entwickelten sich ausgesprochen positiv. Damit sei genügend Geld vorhanden, um die Einkommen deutlich zu erhöhen.