Verbraucher

Ergo-Versicherung zahlt 14 000 Kunden zusätzlich Geld

Ergo, Deutschlands zweitgrößter Versicherer, will 14 000 Kunden für fehlerhaft berechnete Riester-Policen entschädigen. "Wir gehen selber auf die Kunden zu und werden unaufgefordert die Neuberechnung vornehmen", sagte Johannes Löper, im Vorstand für Privatkunden zuständig.

Der Fehler werde das Unternehmen einen einstelligen Millionen-Betrag kosten. "Die in den Medien genannten Zahlen - zum Beispiel 70 000 betroffene Kunden - sind demnach viel zu hoch." Der Fall werde weiter untersucht.

Ergo, zuvor bereits durch einen peinlichen Sex-Skandal erschüttert, war in einem Medienbericht vorgeworfen worden, Kunden mit unkorrekten Riester-Verträgen geschädigt zu haben. Die Ergo-Tochter Hamburg-Mannheimer hatte im zweiten Halbjahr 2005 Riester-Verträge zu den für 2005 geltenden Ergo-Konditionen abgeschlossen. In den verwendeten Formularen waren jedoch noch die Kosten von 2004 erwähnt, die niedriger waren als die von 2005. Jetzt muss zu den für die Kunden günstigeren Kosten neu berechnet werden.