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Areva: Französische Regierung verzichtet auf "Atomic Anne"

Areva

Französische Regierung verzichtet auf "Atomic Anne"

Areva, der größte Atomkonzern der Welt, bekommt mitten in einer der schwersten Krisen der Atomenergie einen neuen Chef. Trotz zahlreicher Warnungen verlängert die französische Regierung den Vertrag von Areva-Chefin Anne Lauvergeon (51), von der angelsächsischen Presse "Atomic Anne" genannt, nicht. Sie muss Ende des Monats gehen. 17 der 19 Mitglieder im Exekutivkomitee des Konzerns hatten an die Regierung appelliert, Lauvergeons Vertrag zu verlängern. Vergebens. Der Staatskonzern mit rund 48 000 Mitarbeitern soll künftig von Lauvergeons Stellvertreter Luc Oursel (51) geführt werden. Auf den 1959 geborenen Bergbauingenieur, intern "Kung Fu Panda" genannt, warten harte Zeiten. Zum einen gilt Atomenergie in vielen Ländern seit der Katastrophe im japanischen Fukushima als Auslaufmodell. Zum anderen genießt Lauvergeon im In- und Ausland einen hervorragenden Ruf.

Gesundheit

Krankenkassen weisen Milliardenüberschuss aus

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Quartal einen Überschuss von rund 1,47 Milliarden Euro erzielt. Dies ist mehr als sechsmal so viel wie im selben Zeitraum des Vorjahres, wie das Bundesgesundheitsministerium meldete. Es verwies darauf, dass sich aus dem Ergebnis keine Prognose für das Gesamtjahr ableiten lasse. Ende 2010 hatten die Kassen trotz anfänglicher Überschüsse 445 Millionen Euro Minus ausgewiesen. Die Ausgaben für Arzneimittel sanken um 4,8 Prozent. Die Bundesregierung hatte 2010 den Zwangsrabatt für Medikamente erhöht und die Preise festgeschrieben.

Hochtief

Spanischem Baukonzern ACS gelingt die Übernahme

Der spanische Konzern ACS ist am Ziel: Er hält die Mehrheit am Essener Baukonzern Hochtief. ACS habe die Schwelle von 50 Prozent überschritten, meldete Hochtief. Der spanische Konzern halte 50,16 Prozent. ACS, damals bereits größter Einzelaktionär, hatte die Übernahmepläne im September angekündigt. Hochtief hatte sich lange und heftig gewehrt. Im Mai, als ACS bereits rund 39 Prozent hielt und damit Hochtief bereits beherrschte, trat Vorstandschef Herbert Lütkestratkötter zurück. ACS baute damals auf der Hauptversammlung bereits den Aufsichtsrat nach seinen Vorstellungen um.