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Opel: Betriebsrat: Verkaufsgerüchte sollen Ruf schädigen

Opel

Betriebsrat: Verkaufsgerüchte sollen Ruf schädigen

Der Betriebsratschef des Bochumer Opel-Werks hat die Gerüchte um einen Verkauf des Autoherstellers als bewusst lanciert bezeichnet. "Ich kann nur vermuten, dass der Ruf von Opel beschädigt werden soll", sagte Rainer Einenkel in Bochum. Opel-Fahrzeuge machten derzeit 80 Prozent des Europa-Geschäfts beim Mutterkonzern General Motors (GM) aus. "Das heißt: Der Weltkonzern GM braucht Opel", sagte Einenkel. Die GM-Spitze schweigt. Der chinesische Autobauer BAIC hat Interesse, Opel und die Schwestermarke Vauxhall zu übernehmen.

Siemens

Ehemaliger Zentralvorstand wird angeklagt

Im Schmiergeldskandal bei Siemens erhebt die Münchner Staatsanwaltschaft offenbar Anklage gegen den ehemaligen Zentralvorstand Uriel Sharef. Die Ermittler werfen ihm vor, in ein System schwarzer Kassen und in Schmiergeldzahlungen in Südamerika verstrickt gewesen zu sein, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft wollte das nicht kommentieren. Bei Siemens sollen rund 1,3 Milliarden Euro in dunkle Kanäle geschleust und zur Auftragsanwerbung im Ausland eingesetzt worden sein. Der größte Korruptionsskandal der deutschen Wirtschaftsgeschichte kostete den Konzern rund 2,5 Milliarden Euro. In Argentinien sollen der ehemalige Staatspräsident Carlos Menem, einige Minister und Staatssekretäre Millionenbeträge dafür bekommen haben, dass Siemens per Dekret ein Auftrag im Wert von einer Milliarde Dollar zugeteilt wurde. Das Geschäft scheiterte später.

Weltbank

US-Außenministerin dementiert Interesse am Chefposten

US-Außenministerin Hillary Clinton hat entschieden dementiert, dass sie Präsidentin der Weltbank werden will. "Ich habe keinerlei Interesse, und ich strebe diese Position nicht an", sagte sie während eines Besuches in Lusaka, der Hauptstadt Sambias. Die Gerüchte über die Weltbank-Ambitionen hatte ein Medienbericht ausgelöst. Die Amtszeit von Robert Zoellick, derzeit Weltbank-Präsident, endet Mitte 2012.

Schlecker

Drogeriemarktkette steckt in den roten Zahlen

Die Drogeriemarktkette Schlecker schreibt nach Angaben von Lars Schlecker (39) seit drei Jahren Verlust. Beim Umsatz könnte Schlecker zudem vom kleineren Konkurrenten dm überholt werden: "Es kann schon sein, dass wir mal ein Jahr auf die Nummer zwei zurückfallen", sagte der Sohn des Firmengründers Anton Schlecker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".