Sparprogramm

EZB-Chefvolkswirt: "Griechenland ist kein Fass ohne Boden"

Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Jürgen Stark, hält die Staatsschuldenkrise in Griechenland für lösbar. "Aus meiner Sicht ist Griechenland kein Fass ohne Boden - vorausgesetzt, die notwendigen Maßnahmen auf griechischer Seite werden umgesetzt", sagte Stark der Berliner Morgenpost.

Es habe Fortschritte bei der Umsetzung des Sparprogramms gegeben, aber die Anstrengungen müssten vergrößert werden, sagte Stark.

Der 62-Jährige stellte zudem weitere Zinserhöhungen in Aussicht. "Wir schauen sehr genau auf die Entwicklung der Preise und der Risiken für Preisstabilität." Die unterschiedliche Entwicklung in den Mitgliedsstaaten sei kein Hemmnis für die EZB. "Wir haben es mit einer höheren Inflationsrate zu tun. Und wir werden nicht tatenlos zusehen, wenn die Inflationsrate in die Lohnabschlüsse einfließen sollte."

Hart ging Stark mit dem Krisenmanagement der Politik ins Gericht: "Es ist nicht nur eine Krise der Staatsschulden in einigen Ländern, es ist auch eine Krise, wie Europa selbst mit diesen Problemen umgeht."