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AOK Nordost verlangt "gerechte Aufteilung"

Ansturm Die AOK Nordost fürchtet angesichts des Ansturms von Versicherten der insolventen City BKK finanzielle Nachteile. Bislang hat die AOK nach eigenen Angaben rund 6000 Versicherte der City BKK aufgenommen. Zudem: "Es liegen derzeit 1000 schriftliche Anträge vor", sagte Sprecherin Gabriele Rähse. Nach ihren Worten wird die Kasse durch die vielen neuen Interessenten organisatorisch und finanziell überfordert. Man sei aber nicht in finanziellen Nöten, und ein Zusatzbeitrag stünde auch nicht zur Debatte, so Rähse. Man wolle vielmehr auf ein generelles Problem aufmerksam machen. Auch künftig sei mit weiteren Pleiten von Krankenkassen zu rechnen. Die Aufteilung der Versicherten von Pleitekassen, Ausgleichszahlungen und die reibungslose Übergabe seien nicht geklärt.

Viele Ältere Hintergrund ist die Furcht der AOK Nordost, vor allem Ältere und chronisch Kranke aufnehmen zu müssen. Dies treibe die Kosten in die Höhe, da der Gesundheitsfonds nicht alle Kosten ausgleiche, so Rähse. Ein Problem sind zudem jene City-BKK-Versicherten, die sich nicht um eine neue Kasse bemühen. Deren Arbeitgeber, Rentenversicherungsträger oder die Bundesagentur melden dann selber zum 14. Juli die Versicherten bei einer neuen BKK an. Die AOK Nordost will nun verhindern, dass sie dann eine noch größere Menge Älterer und Kranker aufnehmen muss.