Klassische Rollenverteilung

Ehefrauen deutscher Topmanager bleiben meist zu Hause

Die Frauen der deutschen Spitzenmanager sind zum überwiegenden Teil Hausfrauen. 20 der 31 Vorstandschefs von Deutschlands größten börsennotierten Unternehmen sind mit Frauen verheiratet, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, sondern sich vorrangig um die Kindererziehung kümmern.

Die Erwerbsquote der Dax-Ehefrauen liegt bei 36 Prozent und damit weit unter dem durchschnittlichen Anteil erwerbstätiger Frauen in Deutschland von knapp 60 Prozent.

Dabei haben die Managerfrauen im Schnitt eine bessere Ausbildung erhalten als der Bevölkerungsdurchschnitt. Unter ihnen finden sich viele Universitätsabsolventinnen. Die niedrige Erwerbstätigenquote lasse sich unter anderem dadurch erklären, dass die Paare schon früh erkannt hätten, dass der Mann das weit größere Einkommenspotenzial habe, sagt Klaus Hansen von der Personalberatung Odgers Berndtson. Die Frauen haben viel Zeit für die Erziehung der Kinder - von denen es in den Haushalten der Manager meist viele gibt: Die Dax-Vorstandschefs haben im Schnitt 2,6 Kinder und damit mehr als der Durchschnitt der Bevölkerung (1,36 Kinder). Ein intaktes Familienleben sei für Manager auch ein bestimmender Karrierefaktor, sagt Hansen. "Ein Manager, der sich von einer Affäre in die nächste stürzt, hat schlechtere Karten als jemand mit Frau und Kindern."