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Löhne: Deutsche verdienen im Aufschwung real weniger

Löhne

Deutsche verdienen im Aufschwung real weniger

Der kräftige Aufschwung geht in Deutschland an den Beschäftigten weitgehend vorbei. Zwar steigen die Tariflöhne in diesem Jahr zwischen zwei und 2,5 Prozent, doch liegen die Zuwächse damit unter der erwarteten Inflationsrate von 2,4 bis 3,0 Prozent, wie die "Wirtschaftswoche" berichtet. Der Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Ferdinand Fichtner, sagte: "Die realen Nettostundenlöhne werden, wenn überhaupt, 2011 nur sehr wenig steigen." Frank Hechtner, Steuerexperte an der Freien Universität Berlin, erwartet, dass "die Nettostundenlöhne bei vielen im XXL-Jahr real sogar sinken". Neben der Inflation zehren auch steigende Sozialabgaben und die Steuerprogression an den Löhnen, vor allem bei kleineren Einkommen.

Kreditwürdigkeit

Ratingagentur droht Italien mit Herabstufung

Italien droht eine schlechtere Bonitätsnote der US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P). Die S&P-Experten prüfen, die Staatsanleihen des Euro-Landes herabzustufen, wie die Agentur meldete. Sie senkte deshalb den Ausblick für die Bewertung von "stabil" auf "negativ". S&P-Analystin Eileen Zhang sprach von schwachen Wachstumsaussichten, stagnierendem Reformwillen und politischem Stillstand. Das Finanzministerium in Rom reagierte mit Unverständnis. S&P weiche sehr stark ab von Beurteilungen internationaler Organisationen wie der OECD, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU-Kommission. Italien ist derzeit mit A+ bewertet.