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"Betrugsfälle auch in Zukunft nicht auszuschließen"

Causa Guttenberg Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) will aus den jüngsten Plagiatsvorwürfen Konsequenzen ziehen. Eine Analyse der aktuellen Fälle sei in Arbeit, sagte HRK-Präsidentin Margret Wintermantel im Deutschlandradio Kultur. Doktoranden sollten regelmäßig über die Fortschritte ihrer Arbeit berichten. Vielleicht müsse man gerade bei externen Promotionen, wie im Falle des Ex-Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), genauer hinschauen, betonte Wintermantel.

Eidesstattlich Die Professorin griff auch den Vorschlag der Universität Bayreuth auf, nach dem Doktoranden künftig eine eidesstattliche Erklärung abgeben sollten. Betrugsfälle seien aber auch in Zukunft nicht vollständig auszuschließen, sagte Wintermantel. Nachdem Guttenberg der Doktortitel vor zweieinhalb Monaten entzogen wurde, ist nun auch die FDP-Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin unter Plagiatsverdacht geraten. Sie legte am Mittwoch alle Parteiämter nieder.