WirtschaftsNews

Nabucco-Pipeline: Baubeginn verzögert sich

Nabucco-Pipeline

Baubeginn verzögert sich

Der Baubeginn der Nabucco-Gaspipeline aus dem Kaspischen Raum nach Österreich wird um ein Jahr auf 2013 verschoben. Das gab der Geschäftsführer der Nabucco-Projektgesellschaft, Reinhard Mitschek, bekannt. Die Kosten bezifferte Mitschek weiter auf 7,9 Mrd. Euro. Das erste Gas soll 2017 aus Aserbaidschan, Irak und Turkmenistan kommen. "Wir erwarten, dass die Bezugsverträge dieses Jahr abgeschlossen werden", sagte Mitschek. Die Gespräche mit den Ländern liefen vielversprechend. Das sei der Tenor einer Gesellschaftersitzung gewesen. An dem Projekt sind zu gleichen Teilen die österreichische OMV, die deutsche RWE, die ungarische MOL, die rumänische Transgaz, die bulgarische Energieholding (BEH) und die türkische Botas beteiligt.

Warner Music

Russischer Milliardär steigt ein

Der Musikkonzern Warner Music ist an einen amerikanischen Milliardär mit russischen Wurzeln verkauft worden. Der Investor Len Blavatnik setzte sich mit einem Gebot von 8,25 Dollar je Aktie durch, wie das Unternehmen mitteilte. Der Kaufpreis liegt bei 3,3 Mrd. Dollar, davon entfallen nach bisherigen Informationen knapp zwei Mrd. auf Schulden. Die Aktie hatte am Donnerstag bei 7,90 Dollar geschlossen. Der Vorstand von Warner stimmte dem Verkauf bereits zu und riet den Aktionären, dies ebenfalls zu tun. Das Geschäft soll bis spätestens Herbst abgewickelt sein. Warner Music - musikalische Heimat von Künstlern wie Seal, James Blunt, Bruno Mars, aber auch von Veteranen wie Phil Collins und Genesis oder den Bee Gees und Fleetwood Mac - kämpft mit hohen Kosten und der Abwanderung des Musikgeschäfts ins Internet.

Media-Saturn

Metro-Chef gesprächsbereit

Im Machtkampf bei Europas größtem Elektronikhändler Media-Saturn hat sich die Konzernmutter Metro zu Verhandlungen mit den streitbaren Minderheitseignern bereit erklärt. Es liege nicht im Interesse des Handelsriesen, eine langfristige gerichtliche Auseinandersetzung zu führen, sagte Metro-Chef Eckhard Cordes bei der Hauptversammlung des Konzerns in Düsseldorf. Die Minderheitseigner Leopold Stiefel und Erich Kellerhals hatten Cordes öffentlich mit einem jahrelangen Gerichtsprozess gedroht, da Metro ihre Mitspracherechte bei der Holding der Elektronikketten Media Markt und Saturn aushebeln wolle. Cordes sagte, er sei jederzeit zu "konstruktiven Gesprächen" außerhalb der Gerichte bereit. Metro wolle aber seine "satzungsgemäßen Rechte" bei Media-Saturn wahrnehmen. Kellerhals habe bislang "leider Gottes" alle Vorschläge der Metro zu einer Lösung des Konflikts ausgeschlagen. Metro hält 75 Prozent an der Media-Saturn-Holding, Kellerhals knapp 22 Prozent und Stiefel rund drei Prozent. Kellerhals hat Klage gegen Metro beim Landgericht Ingolstadt eingereicht.