Marktbericht

Outdoor-Millionen

Für 93 Millionen Euro gekauft, für mehr als 800 Millionen Euro im Angebot: Der hessische Outdoor-Bekleidungshersteller Jack Wolfskin hat in den vergangenen fünf Jahren seinen Marktwert kräftig erhöht.

Die Marke mit der Tatze ist sehr bekannt, das Geschäft läuft gut. Und die Finanzinvestoren Quadriga und Barclays Private Equity als Eigentümer wollten seit Sommer 2010 aussteigen.

Interessenten gab es angeblich genug. Allerdings wurden immer mehr Namen genannt, die nicht wollten. Die Sportartikelkonzerne Adidas und Puma hatten sich früh zurückgezogen, auch die Beiersdorf-Eigentümerfamilie Herz war ausstiegen. Der Eigentümer von Jack-Wolfskin-Konkurrent The North Face, der Jeans-Konzern VF Corp, wurde genannt, bot aber offenbar gar nicht mit. Dafür soll der Finanzinvestor Blackstone dabeigewesen sein. Und als Höchstgebot wurden rund 600 Millionen Euro gehandelt.

Nun haben die Eigentümer den Verkauf abgeblasen, nicht aus Mangel an Bietern oder wegen der geringen Summe, sondern wegen Jack Wolfskin selbst. Denn 2010 setzte das Unternehmen 304 Millionen Euro um, ein Plus von 21 Prozent. Und die Händler bestellen und bestellen. Angesichts solcher Zahlen haben die Eigentümer noch einmal nachgerechnet: Jetzt bewerten sie ihr Unternehmen angeblich mit einer Milliarde Euro. Später ist offenbar noch mehr zu holen.