Prestigeobjekt

Förderbank IBB investiert in Charité-Gründerfonds

Die Investitionsbank Berlin (IBB) will die Gründerszene rund um das medizinische Prestigeobjekt der Hauptstadt, die Charité, stimulieren.

Mit zunächst fünf Millionen Euro beteiligt sich die Förderbank am Charité Biomedical Fund. Initiiert wurde dieser Fonds von der Investmentgesellschaft Peppermint und der Charité-Stiftung. Hinter der Stiftung steht die Unternehmerin und BMW-Erbin Johanna Quandt, eine der reichsten Frauen Deutschlands. Ihr Ziel ist es, Berlins Vorzeigeklinikum zu stärken. Dazu soll der neue Fonds beitragen.

"Es werden Ausgründungen aus der Charité unterstützt", sagte IBB-Chef Ulrich Kissing. Insgesamt hat der Fonds 24 Millionen, die er in bis zu 15 Neugründungen aus den Gebieten Medizintechnik und Gesundheitsdienstleistungen stecken kann. "Wenn es ideal läuft, verdienen wir damit Geld und unterstützen die Charité", sagte Kissing.

Gleichzeitig stellte er den Jahresbericht der landeseigenen Förderbank vor. Im Rahmen der diversen Wirtschaftsförderungsprogramme profitierten 1271 Unternehmen von der IBB und bekamen Mittel von 371,7 Millionen Euro. Dabei habe es 2010, bedingt durch die gute Konjunktur, mehr Finanzierungen für Investitionen also Wachstum gegeben, so Kissing. Im größten Geschäftsbereich der Bank, der Immobilienfinanzierung, wurden Finanzierungszusagen im Wert von 694,7 Millionen Euro gemacht. Hinzu kommt ein dicker Batzen von 905 Millionen Euro im Auftrag des Landes: Damit wird die Umschuldung eines Liegenschaftenbestands der Berliner Immobilien Holding (BIH) gestemmt. Im kommenden Jahr will die Bank mit neuen Förder- und Beteiligungsprogrammen das Wachstum neuer Unternehmen weiter befördern. So soll der Berlin Kapital-Fonds für stille Beteiligungen an kleinen und mittleren Unternehmen aufgestockt werden. Gleichzeitig wird ein Bürgschaftsfonds aufgelegt, um kapitalschwache Wachstumsfirmen zu unterstützen.