Aufsichtsrat

Intershop beendet Streit mit Aktionärsvertretern

Im Streit über die Besetzung des Aufsichtsrates des Software-Anbieters Intershop hat sich das börsennotierte Unternehmen mit der Aktionärsvereinigung HV Initiative geeinigt.

Demnach soll das Kontrollgremium vergrößert werden: Im Gespräch seien sechs statt der bisher drei Mitglieder, sagte der Sprecher der Vereinigung, Roland Klaus, am Sonnabend. Im Gegenzug sei eine Klage gegen die Wahl von Michael Conn zum Aufsichtsrat zurückgezogen worden.

Conn ist Finanzvorstand des größten Einzelaktionärs GSI Commerce Solutions aus den USA. Das Unternehmen ist auch ein wichtiger Kunde von Intershop. Conn ist der zweite GSI-Mann in dem dreiköpfigen Gremium. Mit der Vergrößerung des Aufsichtsrates gebe es stärkere Repräsentationsmöglichkeiten für die kleineren Aktionäre, erklärte Klaus. Zudem sei mit der Berufung von Ludwig Lutter zum Intershop-Finanzvorstand eine Schlüsselposition mit einer unabhängigen Person besetzt worden. Mit beiden Schritten sei die Gefahr, dass GSI Einfluss zum Nachteil des Unternehmens nehme, nicht mehr so groß, sagte Klaus. Die Vergrößerung des Aufsichtsrates soll auf der nächsten Hauptversammlung Ende Juni per Satzungsänderung beschlossen werden.