Bürgerversicherungkonzept

Krankenkassen: SPD fordert Aufschlag für Arbeitgeber

Die SPD will Arbeitgeber in Zukunft deutlich stärker an den Kosten der Krankenversicherung beteiligen als bislang.

Das geht laut "Spiegel" aus dem überarbeiteten Konzept der Sozialdemokraten für eine Bürgerversicherung hervor. Der SPD-Plan bedeute, dass die Arbeitgeber zunächst etwa fünf Milliarden Euro im Jahr mehr bezahlen müssten als heute. Die Arbeitnehmer würden um diesen Betrag entlastet.

Im Detail sieht das neue Konzept vor, die Beitragsbemessungsgrenze beim Arbeitgeberanteil abzuschaffen. Die Chefs sollen auf das gesamte Gehalt, das sie ihren Beschäftigten zahlen, einen Beitragssatz von 7,08 Prozent an die Krankenkasse abführen. Für die Arbeitnehmer hingegen bleibt es bei der Beitragsbemessungsgrenze von 44 550 Euro im Jahr. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte: "Wichtigstes Ziel ist die gerechte Kostenverteilung. Wir wollen, dass die Arbeitgeber wieder denselben Anteil an den Gesundheitskosten tragen wie die Arbeitnehmer." Anders als in ihren früheren Plänen wollen die Sozialdemokraten keine Krankenkassenbeiträge mehr auf Kapitaleinkünfte und Mieteinnahmen erheben. Darin unterscheidet sich ihr Konzept von den Vorstellungen der Grünen, der Linkspartei und auch der Gewerkschaften.