WirtschaftsNews

Sanofi-Aventis: Pharmakonzern schließt Übernahme von Genzyme ab

Sanofi-Aventis

Pharmakonzern schließt Übernahme von Genzyme ab

Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat die Übernahme des Biotech-Unternehmens Genzyme abgeschlossen. Die US-Firma sei nun ein vollständiges Tochterunternehmen, teilte der französische Konzern mit. Nach Ablauf der verlängerten Übernahmefrist am 1. April hielt Sanofi-Aventis bereits 85 Prozent der Anteile. Die Aktionäre der noch ausstehenden Anteile hatten bis zum vergangenen Donnerstag Zeit zum Aktienverkauf. Sanofi-Aventis bot 74 Dollar je Genzyme-Aktie. Damit kostet die Übernahme gut 20 Milliarden Dollar (knapp 14 Mrd. Euro). Wie viele Pharmakonzerne hat auch Sanofi-Aventis das Problem, dass Patente auslaufen und günstigere Nachahmermedikamente auf den Markt kommen. So verlieren Kassenschlager von Sanofi wie der Blutverdünner Plavix und der Gerinnungshemmer Lovenox bis 2013 ihren Patentschutz.

Bad Bank

Milliardenverlust bei FMS Wertmanagement erwartet

Die erste Bilanz der von der Hypo Real Estate abgespaltenen Bad Bank FMS Wertmanagement wird wohl verheerend ausfallen: Nach einem Bericht des "Spiegels" hat der Vorstand der FMS, Christian Bluhm, das parlamentarische Finanzmarktgremium auf einen Milliardenverlust vorbereitet. Genaue Angaben über die Höhe der Verluste aus dem Wertpapierportfolio im Wert von 173 Milliarden Euro wollte er auf einer vertraulichen Sitzung des Aufsichtsgremiums am vergangenen Freitag in Berlin nicht machen. Das Eigenkapital von 3,8 Milliarden Euro werde laut Bluhm aber nicht ganz aufgezehrt. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums äußerte sich nicht dazu.

Börsen-Fusion

Betriebsrat warnt Vorstand vor Alleingang bei NYSE-Angebot

Der Betriebsrat der Deutschen Börse hat den Konzernvorstand davor gewarnt, das Übernahmeangebot für die New York Stock Exchange (NYSE Euronext) im Alleingang aufzustocken. "Wenn es zu einer Änderung kommt, muss das in jedem Fall über den Aufsichtsrat gehen. Wenn das nicht der Fall ist, müssen wir rechtliche Schritte prüfen", sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Johannes Witt am Sonnabend. Bei einer Übernahme schreibt das Aktiengesetz vor, dass der Aufsichtsrat bei jeder Änderung des Angebots eingebunden werde. Bisher habe der Vorstand seine Entscheidungen aber am Aufsichtsgremium vorbei getroffen. "Die ganze Vorgehensweise des Vorstands bei den Fusionsgesprächen hat gegen alles verstoßen, was im Gesetz steht", schimpfte Witt. "Da muss man sehr hellhörig sein." Sonst drohe die Gefahr, dass die Aufpasser vor vollendete Tatsachen gestellt würden.