WirtschaftsNews

Staatsverschuldung: Gute Konjunktur senkt das Haushaltsdefizit

Staatsverschuldung

Gute Konjunktur senkt das Haushaltsdefizit

Der wirtschaftliche Aufschwung hilft Bund, Ländern und Gemeinden beim Abbau ihrer Neuverschuldung. Das deutsche Staatsdefizit werde in diesem Jahr auf 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sinken und damit deutlich unter der in der EU festgelegten Obergrenze von drei Prozent liegen, berichtet der "Spiegel". Das Nachrichtenmagazin beruft sich auf den Entwurf des aktualisierten Stabilitätsprogramms, den das Bundeskabinett Mitte April beschließen werde. Danach soll das Minus in den Kassen von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen 2012 auf zwei Prozent sinken, ein Jahr später auf 1,5 Prozent. 2014 werde es bei einem Prozent liegen, um 2015, am Ende des Berichtszeitraums, schließlich 0,5 Prozent zu erreichen.

EADS

Daimler-Betriebsrat ist für den Ausstieg

Daimler-Chef Dieter Zetsche bekommt für den geplanten Ausstieg beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS Rückendeckung von Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm. "Die Verbindung zwischen Daimler und EADS ist mittlerweile so locker geworden, dass es vernünftig wäre, wenn sich jeder auf sein Kerngeschäft konzentriert", sagte Klemm. "Es ist zwar wichtig, dass die deutsch-französische Balance im Interesse der deutschen Arbeitnehmer bestehen bleibt. Aber das bedeutet ja nicht, dass Daimler weiter Aktionär bleiben muss." Die Synergien hielten sich sehr in Grenzen. Daimler und der französische Staat sind mit je 15 Prozent an EADS beteiligt.

Finanzbranche

20 Prozent der Mitarbeiter mit Burnout-Syndrom

Das Burnout-Syndrom und andere psychische Krankheiten machen nach Einschätzung der Gewerkschaft Ver.di immer mehr Arbeitnehmern zu schaffen. "Wir gehen davon aus, dass 20 Prozent aller Beschäftigten betroffen sind. Vor allem die Leistungsträger brechen weg", sagte Ver.di-Fachbereichsleiter Banken und Versicherungen Klaus Grünewald zu "Euro am Sonntag". In der Branche sei der Trend durch die Finanzkrise beschleunigt worden. Bei der Commerzbank würden die 60 000 Mitarbeiter von 40 Sozialarbeitern und Psychologen betreut.

Banken

Gebühren für Benutzung von Geldautomaten sinken

Die neue Pflicht für Banken, die Gebühren am Geldautomaten vor dem Abheben anzuzeigen, zeigt erste Wirkung. Eine Reihe von Geldinstituten hätten in den vergangenen Wochen die Gebühren für Kunden fremder Banken an ihren Automaten gesenkt, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Die Gebühren gingen demnach zum Teil von über zehn Euro auf weniger als fünf Euro zurück. Auffällig stark senkten einige Sparkassen ihre Gebühren.