Geld

Volkswagen-Chef verdient mehr Geld als Josef Ackermann

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ist nicht mehr Spitzenverdiener aller Dax-Vorstandschefs. Der Schweizer erhält für das vergangene Jahr insgesamt neun Millionen Euro, sechs Prozent weniger als 2009, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht.

Damit liegt er gleichauf mit Siemens-Chef Peter Löscher und hinter Volkswagen-Chef Martin Winterkorn, der nach einem Rekordjahr 9,3 Millionen Euro eingestrichen hat.

Ackermanns Gehalt steht Jahr für Jahr im Blick der Öffentlichkeit, weil er meist unangefochtener Spitzenverdiener unter den Chefs der 30 Konzerne im Deutschen Aktienindex Dax ist. Im eigenen Vorstand ist Ackermann nur die Nummer zwei bei der Bezahlung: Investmentbanker Anshu Jain kommt einschließlich Boni auf zwölf Millionen Euro. Jains Sparte steuert regelmäßig den größten Teil der Gewinne für die Bank bei. Auch bei anderen Großbanken sind die Investmentbankchefs die bestbezahlten Manager.

Insgesamt verdiente der achtköpfige Vorstand der größten deutschen Bank 45,6 Millionen Euro, gut sechs Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Die Top-Manager halten zudem Aktien mit einem Wert von derzeit 56 Millionen Euro sowie Anwartschaften auf Aktien im Wert von 45 Millionen Euro.

Der größte Teil der Bezahlung der Banker ist erfolgsabhängig, allerdings müssen die Boni in Aktien und bar zum großen Teil über drei Jahre gestreckt ausgezahlt werden. Die Ansprüche können auch wieder verfallen, wenn die Bank bestimmte Gewinnziele nicht erreicht. Bei Ackermann sind 1,65 Millionen Euro fix, der Rest sind Prämien.

Die Chefs der großen US-Rivalen verdienten mehr als Ackermann: Jamie Dimon (JP Morgan) bekam umgerechnet mehr als zwölf Millionen Euro, Lloyd Blankfein (Goldman Sachs) gut zehn Millionen Euro. Vor der Krise waren die Abstände allerdings noch größer.