Handel

Deutsche greifen immer häufiger zu Roséwein

Verbraucher konnten sich im vergangenen Jahr über teils sinkende Weinpreise freuen. Vor allem der Wettbewerb im Lebensmitteleinzelhandel und bei den Discountern verbilligte den Wein. Zudem drängen ausländische Anbieter in den Markt, die vor allem über niedrige Preise Marktanteile gewinnen wollen.

Das Deutsche Weininstitut (DWI) meldete, der Umsatz der Branche in Deutschland sei 2010 im Vergleich zu 2009 um 2,7 Prozent gesunken, die Menge schrumpfte um 0,7 Prozent. Besonders in den unteren Preisklassen tobt demnach der Preiskampf.

Vor allem deutsche Winzer hatten Probleme. Die Absatzmenge sank um fünf, der Umsatz um 5,7 Prozent. Der Absatz in den mittleren und oberen Preisklassen konnte die Rückgänge in den unteren Klassen nicht ausgleichen, sagte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.

Deutsche Weine sind mit einem Anteil von 52 (Vorjahr 54) Prozent am gesamten Umsatz weiterhin Marktführer. Der Marktanteil für Weine aus Italien blieb mit dreizehn Prozent konstant, französische Weine verloren von 13 auf zwölf Prozent und die spanischen Weine kommen auf einen Anteil von acht (sechs).

Besonders gefragt waren laut DWI Roséweine. Nach einem Absatzplus von 6,5 Prozent kommen sie nun auf einen Marktanteil von 9,6 Prozent. Bei Weiß- und Rotweinen schrumpfte der Absatz um 1,7 beziehungsweise 1,3 Prozent. 2010 hatte der Rotwein einen Anteil von 51 Prozent, Weißwein von 39,4 Prozent.