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Finanzkrise: US-Finanzaufsicht muss wieder zwei Banken schließen

Finanzkrise

US-Finanzaufsicht muss wieder zwei Banken schließen

Das neue Jahr ist gerade mal eine Woche alt, da sind schon die ersten beiden US-Banken pleite. Die Einlagensicherung FDIC schloss am Freitag die Legacy Bank aus Arizona sowie die First Commercial Bank of Florida. Beide Kreditinstitute gehören zu den späten Opfern der Wirtschaftskrise. Die Regionalbanken im Land leiden unter der schlechten Zahlungsmoral ihrer Kunden: Viele Menschen können ihre Kredite fürs Haus oder das Auto nicht abstottern, weil sie arbeitslos geworden sind. Erst langsam entspannt sich die Lage auf dem US-Jobmarkt. Im abgelaufenen Jahr hatte die Einlagensicherung 157 Banken abwickeln müssen. Das waren mehr Insolvenzen als im Krisenjahr 2009. Für die Kunden gingen die Pleiten auch in den neuen Fällen glimpflich aus: Benachbarte Regionalbanken haben die insgesamt elf Filialen übernommen. Damit kommen die Menschen weiter an ihr Geld.

Abbott

Pharmakonzern schließt Standort in Deutschland

Der Pharmakonzern Abbott will seinen Standort bei Tübingen (Baden-Württemberg) aufgeben. Nach Informationen des "Spiegels" fallen dort 270 Stellen weg. Das Unternehmen will sein Personal um insgesamt mehr als zehn Prozent kürzen. Damit gehen mehr als 500 Arbeitsplätze verloren. Neben Tübingen ist auch die im vergangenen Jahr übernommene Pharmasparte von Solvay betroffen. Hier sollen 290 Stellen abgebaut werden. Abbott macht sein Geschäft vor allem mit dem Rheumamedikament Humira, das in Deutschland auf Platz eins der umsatzstärksten Medikamente steht. Die Krankenkassen gaben allein dafür 2009 mehr als 400 Millionen Euro aus.

Manpower

Marktführer hält gleiche Löhne für Leiharbeiter für möglich

Das Leiharbeitsunternehmen Manpower hält die gleiche Bezahlung von Leiharbeitern und Stammbeschäftigten für machbar. "Wenn die Politik diese Vorschrift erlassen sollte, würden sich alle Unternehmen darauf einstellen", sagte die Geschäftsführerin von Manpower Deutschland, Vera Calasan, der "Berliner Zeitung". Dieses sogenannte Equal-Pay-Prinzip habe jedoch auch Nachteile. "Manpower ist in 82 Ländern aktiv, und in einigen gilt Equal Pay. Den Preis, den diese Länder dafür zahlen, sind unsichere Beschäftigungsverhältnisse", sagte Calasan. In Frankreich etwa sei die gleiche Bezahlung gesetzlich festgeschrieben. Gleichzeitig würden dort Zeitarbeiter nur für den Einsatz in einem Unternehmen beschäftigt, danach seien sie wieder arbeitslos. Sie selbst sei deswegen "kein Freund dieses Modells", sagte die Manpower-Chefin.