Personalie

DIW-Geschäftsführer gibt Posten zum Ende des Monats auf

Neue Unruhe am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Der umstrittene Chef des traditionsreichen Berliner Instituts, Klaus Zimmermann, muss seinen Geschäftsführer Hanns Seidler ziehen lassen.

Seidler, der lange Jahre der Technischen Universität Darmstadt als Kanzler diente, war erst im September 2010 beim DIW angetreten. Er sollte sein Amt ausführen, bis ein Nachfolger für den ehemaligen Geschäftsführer Alexander Fisher gefunden ist. Doch so lange mag der Rechtswissenschaftler nun doch nicht mehr warten. Schriftlich teilte Seidler gemeinsam mit dem DIW-Kuratoriumsvorsitzenden Bert Rürup der Belegschaft mit, er werde sein Engagement "auf eigenen Wunsch aus persönlichen Gründen mit Ende des Monats Januar 2011 beenden".

Zimmermann, dem viele Mitarbeiter einen autokratischen Führungsstil nachsagen, war vor gut einem Jahr in die Schlagzeilen geraten, als ihm der Berliner Landesrechnungshof in einem Prüfbericht Misswirtschaft in beträchtlichem Umfang vorwarf. Die Berliner Staatsanwaltschaft ging daraufhin dem Verdacht der Untreue nach. "Die Ermittlungen dauern an", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.