Autohaus Lorenz verkauft

Das Berliner Autohaus Lorenz mit seinen zwei Betrieben in Neukölln und Zehlendorf wechselt den Besitzer.

Berlin - Das Berliner Autohaus Lorenz mit seinen zwei Betrieben in Neukölln und Zehlendorf wechselt den Besitzer. Das niederländische Unternehmen Kroymans Corporation wird die Berliner Firma zum 1. Juni 2006 übernehmen. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.

Lorenz besteht seit 29 Jahren und setzte zuletzt mit dem Verkauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen der Marken Ford und Mazda rund 35 Mio. Euro um. Als Grund für den Verkauf nannte Unternehmer Sven Lorenz die geänderte Strategie der Ford-Werke AG. In Berlin habe Ford bisher nur einen unterdurchschnittlichen Marktanteil von knapp fünf Prozent. Den will der Autohersteller nun mit Hilfe von Kroymans deutlich steigern. Die etwa 77 Mitarbeiter der beiden Betriebe an der Buschkrugallee und an der Goerzallee werden von Kroymans übernommen, kündigte Deutschland-Chef Johannes Kürten am Dienstag an. Bereits am 1. Dezember 2005 hatte die deutsche Kroymans-Tochter den Ford Händler am Airport Tempelhof übernommen. Dennoch ist, so Kürten, das Wachstum seines Unternehmens in der Hauptstadt noch lange nicht beendet. Als nächstes wollen die Niederländer mit Deutschland-Sitz in Meerbusch bei Neuss mit Investitionen von rund 20 Mio. Euro an der Oberlandstraße "Deutschlands größtes Autohaus" hinstellen.

Dort sollen dann Automodelle von Ford, Cadillac, Hummer oder Corvette neben Fahrzeugen von Alfa Romeo, Ssangyong oder Saab verkauft werden. Es werden etwa 120 neue Arbeitsplätze entstehen. Kroymans glaube an das Mehrmarken-Autohaus, sagt Kürten, und folge in seinen Aktivitäten stets dem "Total Mobility Concept". Das heißt, das Unternehmen verfügt neben Import- und Handelsgesellschaften über eigene Werkstätten und ist mit mehreren Firmen im Geschäft mit Versicherungs-, Leasing- und Finanzierungsangeboten tätig. Der Umsatz erreichte 2005 rund 350 Mio. Euro.

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