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Metro / Arcandor: Cordes erhöht den Druck

Cordes erhöht den Druck

Der Handelskonzern Metro hat den Druck auf den insolventen Handels- und Touristikriesen Arcandor weiter erhöht: Metro-Chef Eckhard Cordes warf der Führung des insolventen Karstadt- Mutterunternehmens vor, bisher kein Interesse an ernsthaften Gesprächen gehabt zu haben. "Unverantwortlich ist das", sagte Cordes dem "Stern". Metro hält deutliche Abstriche an seinem Angebot zur Übernahme von rund 60 Karstadt-Warenhäusern für möglich, wenn es nicht rasch zu einer Einigung darüber kommt. Derweil drohen nach der Arcandor-Pleite gleich mehrere Folgeinsolvenzen.

Kritische Töne von Köhler

Bundespräsident Horst Köhler (Foto) hat die Sparkassen als Stabilitätsanker in der Wirtschafts- und Finanzkrise gewürdigt. Die 438 öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute in Deutschland seien zumeist nah am Bürger und der Wirtschaft und wüssten, dass Freiheit an Verantwortung geknüpft sei, lobte das Staatsoberhaupt zum Jubiläum "200 Jahre Sparkassen". Kritisch verwies Köhler auf die "bedrückende Lage" der Landesbanken, an denen die Sparkassen maßgeblich beteiligt sind.

Fünf Millionen auf Jobsuche

In Deutschland suchen weit mehr Menschen Arbeit als die offizielle Statistik ausweist. "Wenn man alle Menschen zusammen zählt, die im Moment auf Arbeitssuche sind, kommt man auf eine Zahl in der Größenordnung von fünf Millionen", sagte der Sprecher der Bundesagentur für Arbeit (BA) der "Bild.de".

Guthaben freigegeben

Alle 30 000 deutschen Sparer bei der isländischen Kaupthing-Bank bekommen Anfang nächster Woche ihre Einlagen komplett ausgezahlt. Das kündigte ein Sprecher der Kaupthing-Kunden in Reykjavik an. Die Einlagen in Höhe von insgesamt 308 Mio. Euro waren im vergangenen Oktober nach dem Zusammenbruch der bis dahin größten Bank Islands von den Finanzbehörden in Deutschland gesperrt worden.