Studie

Sonntags besser nicht ins Krankenhaus

Ins Krankenhaus eingeliefert zu werden, ist nie eine schöne Sache. In welchem Zustand man wieder herauskommt, hängt entscheidend davon ab, an welchem Wochentag der meist unfreiwillige Besuch stattfindet.

- Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI). Danach ist die Todesrate von Patienten im Krankenhaus am Wochenende höher als in der Woche. Drastisch formuliert: Am Samstag und Sonntag stirbt man dort schneller.

Ziel der Studie war es, die Behandlungsergebnisse von Krankenhäusern zu untersuchen. Dafür prüften die Autoren, wie oft Patienten nach der Entlassung aus der Klinik dort wieder eingeliefert werden müssen und wie oft sie während des Aufenthalts sterben. Das Fazit: "Krankenhäuser haben möglicherweise ein Problem damit, während des Wochenendes angemessene medizinische Qualität zu liefern." Es gebe unterschiedliche Behandlungsergebnisse je nach Tag der Einweisung.

Erklären ließe sich dies, so die Autoren, durch die geringere Besetzung der Krankenhäuser mit Personal am Wochenende. Man könne auch vermuten, dass die Patienten, mit denen sich die Krankenhausärzte am Wochenende befassen, besonders schwere Fälle sind. Weniger schwere Fälle, die warten können, würden normalerweise erst dann ins Krankenhaus kommen, wenn die nötigen Behandlungskapazitäten frei seien. Diese Vermutung - die in anderen Studien auch belegt wurde - wollen die Autoren bei ihren Untersuchungen nicht bestätigt gefunden haben. Sie schlagen deshalb vor, den Samstag als normalen Arbeitstag zu sehen und dann mehr Personal bereitzuhalten.