Unternehmen

Behala trotzt Krise der Binnenschiffer

Deutschlands Binnenschiffer leiden unter der Konjunkturkrise, zahlreich Häfen werden zum Parkplatz für Schiffe. Doch in der Hauptstadt ist von Krise nicht viel zu spüren. Bei der landeseigenen Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft (Behala), Betreiber der vier Häfen in der Hauptstadt, gibt man sich optimistisch.

- Im Juli eröffnet die Behala sogar eine neue Containerschifflinie nach Hamburg. "Dann ist es möglich, mit gestapelten Containern bis in die Hansestadt zu fahren", sagt Kirsten Crenzin von der Behala. So können mehr Waren pro Schiff befördert werden, die Transportkosten sinken. Für Firmen, die in der Krise sparen müssen, ist das ein Anreiz.

Außerhalb von Berlin ist die Lage der Binnenschifffahrt schlecht. Die Transportmengen gehen zurück, immer öfter bleiben die Schiffe daher am Kai. "Insbesondere die Umsatzrückgänge in der Stahlindustrie treffen uns mit voller Wucht", sagte Jens Schwanen, Geschäftsführer des Bundesverbandes Binnenschifffahrt. Im Januar dieses Jahres sei allein die transportierte Menge an Erz und Eisen um fast 40 Prozent geschrumpft. Weitere Hauptkunden stammen aus den kriselnden Branchen Chemie, Automobil und Maschinenbau. Dementsprechend sind die Reeder hier auch besonders von der Krise betroffen.