Laserline ist bester Ausbilder Berlins

Laserline ist zum "Besten Ausbildungsbetrieb 2007" gewählt worden. Das Digitale Druckzentrum Laserline setzte sich gegen rund 60 Mitbewerber als bester Lehrbetrieb durch.

Berlin - Laserline ist zum "Besten Ausbildungsbetrieb 2007" gewählt worden. Das Digitale Druckzentrum Laserline setzte sich gegen rund 60 Mitbewerber als bester Lehrbetrieb durch. Auf Rang zwei des von der Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK) sowie der Handwerkskammer Berlin ausgerichteten Wettkampfs landete die im IT-Bereich tätige Ehrig GmbH, Dritter wurde die Wisag Gebäudereinigung Berlin GmbH & Co.

Als Medienpartner begleiten der rbb und die Berliner Morgenpost das Ausbildungsprojekt, das in diesem Jahr zum vierten Mal stattfindet. "Wir wollen positive Beispiele publik machen, neue Wege aufzeigen und andere Berliner Betriebe zum Nachahmen motivieren", sagte Carsten Erdmann, Chefredakteur der Berliner Morgenpost bei der Siegerehrung im Journalisten-Club der Axel Springer AG.

Gutes Beispiel

Ein Lehrbetrieb, der nach Ansicht der Jury mit sehr gutem Beispiel vorangeht, ist die prämierte Druckerei Laserline. "Jugendliche bekommen in dem Unternehmen eine ausgezeichnete Ausbildung. Erfolgsprämien und kostenlose Weiterbildung motivieren den Nachwuchs zu Bestleistungen in den Prüfungen. Zudem werden fast 100 Prozent der Lehrlinge übernommen", sagte IHK-Präsident Eric Schweitzer bei der Urkundenübergabe.

Das Unternehmen, das sich auf digitales Drucken von Produkten von der Postkarte und der Speisekarte bis hin zum Kalender spezialisiert hat, bildet seit seiner Gründung vor zehn Jahren aus. Mit den Aufträgen und den Umsätzen der mittelständischen Firma ist auch die Zahl der Lehrlinge in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Heute arbeiten 140 Mitarbeiter bei Laserline, davon sind 25 Azubis. "Wir haben unser Personal in diesem Jahr um ein Drittel aufgestockt und haben einen permanenten Bedarf an Nachwuchs", sagt Laserline-Chef Tomislav Bucec. Daher will der Betrieb sein Engagement in der Ausbildung in den kommenden Jahren sogar noch intensivieren.

"Es ist außerordentlich, was die Betriebe in Berlin in den vergangenen Jahren geleistet haben", würdigte HWK-Präsident Stephan Schwarz die Nachwuchsarbeit der Unternehmen in der Hauptstadt. Auch IHK-Präsident Schweitzer ist zufrieden: "Uns ist es durch diesen Wettbewerb gelungen das Thema Ausbildung in Berlin endlich wieder positiv zu besetzen".

Wirtschaftssenator Harald Wolf (Die Linke) betonte, dass die Ausbildung eine Schlüsselfrage für den Wirtschaftsstandort Berlin sei und lobte, dass die Initiative der Kammern dazu beigetragen habe, die Lehrstellenlücke zu verkleinern. Mit sechs Prozent (IHK) beziehungsweise sieben Prozent (HWK) habe die betriebliche Ausbildungsquote endlich wieder zugenommen.

Mehr Ausbildungsplätze

Auch total steigen die Ausbildungsplatzzahlen in diesem Jahr kräftig. Nach 12 528 neuen Azubi-Verträgen im vergangenen Jahr rechnet die IHK Berlin in diesem Jahr mit 13 000. Auch die Handwerkskammer erwartet nach 5474 Verträgen im Jahr 2006 für 2007 ein deutliches Plus. Bislang zählt sie schon rund fünf Prozent mehr Verträge. Bereits zum vierten Mal suchten die Berliner Kammern zusammen mit den Medienpartnern den "Besten Ausbildungsbetrieb" der Hauptstadt. Wettbewerbskriterien sind die Ausbildungsquote, die Leistungen der Lehrlinge und die "Ausbildungskultur" in den Betrieben. Im ersten Jahr des Wettbewerbs 2004 setzte sich das Madison Hotel durch. Im Jahr 2005 überzeugte die Bäckerei Wiedemann die Ausbildungsexperten und im vergangenen belegte der Internetdienstleister Strato AG den Spitzenplatz. Die Gewinner-Betriebe erhalten neben einer Urkunde Eintrittskarten für die Bundesliga-Sportvereine Alba Berlin, Eisbären Berlin, Hertha BSC und Füchse Berlin.

In der Jury saßen in diesem Jahr der Chefredakteur der Berliner Morgenpost, Carsten Erdmann, die Intendantin des rbb, Dagmar Reim, der Berliner Wirtschaftssenator Harald Wolf, die Berliner Landesvorsitzende des Bundes junger Unternehmer, Jana Rudolph, IHK-Präsident Schweitzer und HWK-Präsident Schwarz.