WAZ drohen Kartellprobleme

Berlin - Die Essener WAZ-Gruppe bekäme erhebliche Kartellprobleme, wenn sie beim Axel Springer Verlag einsteigen wollte. Beide Verlage zusammen nähmen eine beherrschende Stellung im Markt der Tageszeitungen ein, wie Horst Röper, Medienexperte des Formatt-Instituts, sagte. Die WAZ plant, das Paket von 40 Prozent der Springer Aktien zu übernehmen, das derzeit der Medienunternehmer Leo Kirch hält. Springer («Bild», «Die Welt», «Berliner Morgenpost») wehrt sich dagegen. Das Bundeskartellamt hat sich bisher nicht geäußert. Springer hat im deutschen Tageszeitungsgeschäft einen Marktanteil von 24 Prozent, die WAZ-Gruppe von sechs Prozent. Der gemeinsame Einfluss im Anzeigenmarkt sei sicher Grund zur Sorge für das Kartellamt, sagte Röper. bur