Komödie

Pelle in der Pubertät

Der Jugendfilm „Antboy“ bekommt eine Fortsetzung: „Die Rache der Red Fury“

Die Pubertät ist eine schwere Zeit. Der Körper verändert sich, Hormone fließen. Wenn der 13-jährige Pelle (Oscar Dietz) mal wieder die Welt retten soll, schlüpft er in das Kostüm von „Antboy“ und bringt Bösewichter wie den Gangster Flo hinter Gittern.

So geschehen 2013 im deutsch-dänischen Superheldenfilm „Antboy“. Wenn Pelle dann wieder Pelle ist, dann will er seiner besten Freundin Ida (Amalie Kruse Jensen) die große Liebe erklären. So wie jetzt im Sequel „Antboy – Die Rache der Red Fury“. Doch das ist nicht so leicht, weil die auf den Veganer Chris (Hector Brøgger Andersen) steht. Und außerdem sind da noch die schon aus dem ersten Teil bekannten Terror-Zwillinge, zwei dicke Jungs mit Schlägervisage, die Pelle beim Eislaufen ordentlich verdrischt, als diese das rothaarige Mauerblümchen Maria (Astrid Juncher Benzon) ärgern.

Eine Aktion mit Folgen. Denn Maria ist nicht ganz ohne. Sie ist ein nahezu krankhafter Fan von „Antboy“, und als der sie bei einer Schulparty ignoriert, wird sie zur titelgebenden „Red Fury“. Mit Hilfe eines Tarnumhangs, den sie Pelles frustriertem Erfinder-Vater (Boris Aljinovic) geklaut hat, macht sie Pelle das Leben zur Hölle. Als der etwa Ida endlich seine Liebeserklärung machen will, steht er plötzlich – dank Red Fury – vor allen Schülern in Unterhose da. Auweia.

Ja, die Pubertät ist eine schwere Zeit, und im Kino haben sich sowohl der skandinavische Kinderfilm als auch die großen Comicadaptionen aus den Hollywood-Studios dieses Themas höchst unterschiedlich angenommen. Steigen die Skandinavier stets mit einfühlsamen Geschichten und auch durchaus pädagogischen Dialogen in die Seelenlage Heranwachsender ein, finden die US-Studios für die ausufernde Fantasie jugendlicher Männer mit großen Superhelden-Träumen sehr spektakuläre Bilder.

„Antboy – Die Rache der Red Fury“ ist eine Symbiose aus Beidem. Die Jugendkomödie wurde aber nicht in Hollywood gedreht – sondern teilweise in Hamburg.

Komödie: D 2013, 80 min., von Ask Hasselbalch, mit Oscar Dietz, Nicolas Bro, Samuel Ting Graf

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