Konzert-Tipp

Gang of Four im C-Club

Sie waren kaum in den Hitlisten vertreten, doch haben sich die Punkrock-Musiker von Gang of Four schon früh Kultstatus erspielt.

Seit ihrem Debüt „Entertainment!“ von 1979 haben sich Gang of Four aus dem britischen Leeds kommerziellen Zugeständnissen stets verweigert. Gitarrist Andy Gill, Sänger Jon King, Bassist Dave Allen und Schlagzeuger Hugo Burnham prägten einen ungeheuer energiegeladenen, zickigen, bassgetriebenen Sound, in den auch Funk- und Reggae-Elemente, ja sogar raue Disco-Anleihen Einzug fanden.

Mit ihrem Post-Punk beeinflussten sie unzählige Bands, darunter Nirvana, R.E.M., die Red Hot Chili Peppers oder Rage Against The Machine. 1984 löste sich die politisch engagierte Truppe bereits wieder auf, fand aber 2004 für eine Tournee und ein Album in Originalbesetzung noch einmal zusammen. Davon ist heute nur noch Stakkato-Gitarrist Andy Gill übrig geblieben, der mit neuen Musikern und Gastsängern weiterhin das Gang-of-Four-Banner vor sich her trägt. Mit „What Happens Next“ ist gerade ein neues Album erschienen, auf dem bei einem Stück sogar Herbert Grönemeyer den Gesangpart übernommen hat. Am 23. April um 20 Uhr sind Gang of Four im C-Club in Tempelhof zu erleben.