Straßennamen

Weigandufer

Die Straße in Neukölln führt von der Fuldastraße bis zur Teupitzer Straße und Brücke.

Ihren heutigen Namen trägt sie seit dem 2. Mai 1904. Benannt wurde das Weigandufer nach Hermann Weigand. Der Architekt und Kommunalpolitiker wurde am 2. Februar 1854 in Bromberg geboren und starb mit 72 Jahren, am 16. Oktober 1926, in Berlin.

Weigand war Mitarbeiter von James Hobrecht. Dieser hatte den Bebauungsplan der Umgebung Berlins entworfen, der 1862 in Kraft trat. Der Plan regelte die Bebauung der Städte Berlin, Charlottenburg und der umgebenden Gemeinden für die kommenden 50 Jahre. Weigand beschäftigte sich zusammen mit Hobrecht mit der Stadtentwässerung, die mit der Stadterweiterung verbunden war. Sein Verdienst war der Bau der Rixdorfer Kanalisation. Von 1890 bis 1904 war Weigand Regierungsbaumeister für Hoch- und Tiefbau und wohnte in der Sonnenallee 244. Nach 1904 war er für 17 Jahre Stadtbaurat für Tiefbau im heutigen Neukölln. Er leitete und plante den Bau von mehr als 20 Gebäuden des Bezirks, darunter viele Schulen. 1924, zwei Jahre vor seinem Tod, wurde ihm der Titel Stadtältester verliehen. Sein Ehrengrab befindet sich auf dem Kirchhof II der Friedrichswerderschen Gemeinde an der Bergmannstraße.