Straßennamen

Auguststraße

Die Straße führt von der Oranienburger Straße bis zur Kleinen Rosenthaler Straße und ist bekannt für ihre Galerien und noblen Restaurants.

Exemplarisch für die Mischung aus Kunst und Esskultur in der Auguststraße ist die Jüdische Mädchenschule mit Galerie, Restaurant, Bar und Museum. Clärchens Ballhaus nebenan ist seit 1913 in Betrieb.

Seit 1833 ist die Auguststraße nach Friedrich Wilhelm Heinrich August Prinz von Preußen benannt. Im 18. Jahrhundert klangen ihre Namen jedoch weniger glamourös. Von 1708 bis 1723 wurde die Straße Armesünder Gasse genannt, 1723 bis 1739 war sie die Armen Gasse und 1739 bis 1833 die Hospitalstraße.

Friedrich Wilhelm Heinrich August, Prinz von Preußen, wurde 1779 in Friedrichsfelde geboren. Er war ein Sohn des Prinzen August Ferdinand, ein Neffe Friedrichs des Großen und der jüngere Bruder des Prinzen Louis Ferdinand. 1813 bis 1815 zeichnete sich der Prinz in den Befreiungskriegen gegen das französische Kaiserreich unter Napoleon Bonaparte aus. Nach dem Krieg kehrte August nach Berlin zurück. 27 Jahre lang inspizierte er die verschiedenen Brigaden. Während einer solcher Reise starb er 1843 in Bromberg. Beigesetzt wurde er am 29. Juli im Berliner Dom.