Unter 20 Euro

Österreichische Küche mit Berliner Wurzeln

Das Restaurant „Rüdiger’s“ befindet sich nicht zufällig in der Nachbarschaft der „Schöneberger Weltlaterne“. Wirtin Angelika Rüdiger betreibt diese Alt-Berliner Kultadresse seit vielen Jahren. Jetzt verbeugt sich ihr Sohn Daniel mit seinem eigenen Restaurant „Rüdiger’s“ vor der österreichischen Gastlichkeit.

„Servus“ heißt es beim Betreten des rund 45 Plätze bietenden Gasthauses. Es ist stilvoll-modern eingerichtet - und an diesem Abend voll mit Gästen jeden Alters. Das Wiener Schnitzel hätten wir gerne probiert. Doch das panierte Kalbfleisch mit schlotzigem, lauwarmem Kartoffel-Gurkensalat kostet 18 Euro, die Rechnung hätte damit den Etat für diese Rubrik gesprengt.

Also probierten wir zwei Vorspeisen: zum einen Tiroler Speckknödel mit Wurzelwerk und Tafelspitzbrühe (sechs Euro) von der Tageskarte sowie zum anderen gesottener Tafelspitz vom Jungbullen in Essigmarinade (zehn Euro). Der Brotkorb mit Erdapfel-Kren-Quark vorweg und beide Gerichte waren mehr als gelungen. Die pure Tafelspitzbrühe war geschmacklich höchst gelungen, das Fleisch mürb und zart gebraten.

Entspannt, heiter und professionell agieren die Service-Mitarbeiter. Alle tragen rot-weiß-karierte Hemden, die Männer dazu noch Hosenträger. „Willst du Kürbiskernöl?“, wird salopp beim Servieren des Tafelspitzes gefragt. Die gute Laune und nicht zuletzt die österreichisch fokussierte Weinkarte (Grüner Veltliner von Kattinger 0,2 Liter für 4,50 Euro) sorgen für eine Atmosphäre, die Stammkunden anlockt. Wir kommen wieder und essen beim nächsten Mal das Schnitzel. Oder ein halbes steierisches Freiland-Backhändel (14 Euro).

Rüdiger’s Motzstr. 64, Schöneberg, Tel. 25 79 75 97, http://ruedigers.mycylex.de, Di.–Sbd. 17–24 Uhr

Bewertung

Geschmack +++++

Ambiente +++++

Service +++++

Preis/Leistung ++++-

Gesamt +++++

Höchstwertung +++++