Trus Top-Tipp

Schotten-Rock

Spreeradio-Moderator Jochen Trus empfiehlt Roddy Frame

Zum Anschauen: Umfeld formt Klang. Nur im urbanen Dschungel von New York konnten Velvet Underground ihren Sound finden. Texanische Songschreiber klingen nach Weite und Ödnis des Landes, brasilianische Musik vermittelt Leichtigkeit und Lebensfreude. Roddy Frame kam in einem Vorort der „Working Class“-Metropole Glasgow zur Welt, am Rande der Highlands. Und das spürt man in den Songs, gleichermaßen aufgeladen von Rebellion und Poesie. Kürzlich hat er das 30-jährige Jubiläum des Albums „High Land, Hard Rain“ gefeiert, dass er mit seiner Band Aztec Camera 1983 veröffentlichte und das zu Recht ein Klassiker der Dekade wurde. Frame kommt am Montag mit seinem neusten Solo-Album „Seven Dials“ ins Kreuzberger Lido.

Zum Anhören: Mit Aztec Camera, dem oben erwähnten Erstling oder seinem 1995er-Album „Frestonia“ hat der Mann Popgeschichte geschrieben. Dann aber später so wenig Substanzielles veröffentlicht, dass er und Band lange in Vergessenheit geraten sind. Schade, denn es gibt nur wenige Künstler, die so wunderbar magische Pop-Perlen aus dem Ärmel schütteln konnten. „Seven Dials“ dokumentiert das eindrücklich. Mit eingängigen Melodien, Sehnsuchtslyrik, dem altbekannten Rickenbacker-Twang und Songs, die schöner und packender werden, je öfter man sie hört.

Weitere Tipps des beliebten Moderators bekommen Sie bei „Jochen Trus am Morgen“ auf 105’5 Spreeradio