Unter 20 Euro

Ziegenkäse-Bonbons, serviert auf feinstem China-Porzellan

Gäbe es die Maßeinheit „Restaurant pro Kilometer“, dann würde der angesagte Kiez rund um den Ludwigkirchplatz sicherlich einen der vorderen Plätze in Berlin belegen. Ausgerechnet hier den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen, dazu gehört unternehmerischer Mut. Benjamin Rüdiger, der schon bei Tim Raue, Harald Wohlfahrt und im Fischers Fritz sein Talent als Koch bewiesen hat, hat es gewagt. Und er hat gewonnen. Sein im August 2014 eröffnetes Restaurant lockt die Gäste mit deutscher Küche mit französisch-mediterranen Akzenten.

Um das „Lansk“ bekannt zu machen, greift der 33-jährige zu einem einfachen Trick. Für nur 15 Euro können Liebhaber exzellenter Küche mittags erleben, was es heißt, von Rüdiger bekocht zu werden. Schon die Vorspeise ist ein Gedicht. Stundenlang hat der Küchenchef ein Bio-Ei im Ofen erwärmt, es gepellt und dann mit einer raffinierten Panade ummantelt. Umgeben von lauwarmem Linsensalat ist das Gericht auch optisch ein Genuss. Es folgt als Hauptgang „Kartoffel-Ziegenkäse-Strudel mit Lauchgemüse“. Serviert wird ein überdimensioniertes, gefülltes Blätterteig-Bonbon. Geschmacklich ist es gelungen, allerdings hätte ruhig ein wenig mehr Ziegenkäse in der Teighülle stecken dürfen.

Zu den großen Pluspunkten des Restaurants zählt, dass die Tische für die maximal 54 Gäste vergleichsweise luftig gestellt sind. Bei der Einrichtung hat das Lansk auf jegliche Schnörkel verzichtet, Möbel und Wände sind in den Farben Braun, Creme und Taupe gehalten. So kommen auf den weiß gedeckten Tischen die Kreationen auf weißem China-Porzellan perfekt zur Geltung. Im Sommer serviert das Lansk auch auf der Terrasse.

Lansk Meierottostr. 1, Wilmersdorf, Tel. 88 70 88 60, Mo.–Fr. 12–15 Uhr und 18–23 Uhr, Sbd. 17–23 Uhr

Bewertung

Geschmack *****

Ambiente ****

Service ****

Preis/Leistung ****

Gesamt ****

Höchstwertung: *****