Unter 20 Euro

Manchmal sieht man das Fleisch vor lauter Möhren nicht

Das „Core“ ist ein kleines koreanisches Lokal mit knapp zehn Tischen, das ein wenig rumpeligen Charme versprüht. Die kleine Küche ist durch ein Fenster in einer Tür zu erkennen, zum WC gehen die Gäste durchs Büro und kommen dabei an einem kleinen Wäscheständer vorbei. Der Koch und die Servicekraft, die beide recht jung sind, agieren mit Hygienehandschuhen. Der Koch trägt obendrein sogar ein Haarnetz. Bereits ein Schild am Eingang klärt darüber auf, das hier bei Glutenunverträglichkeit statt Sojasoße die weizenfreie japanische „Tamari“-Soße und Salz ohne Jod gereicht werden.

Die Suppenspezialitäten im „Core“ basieren auf traditionell zubereiteter Rinderbrühe. Es lohnt sich, sie auszuprobieren. Manduguk (3,50 Euro), ist eine Suppe mit gemüsegefüllten Teigtaschen und Pilzen. Sie kommt dampfend heiß in einer kleinen Schale mit Deckel auf den Tisch. Die Brühe ist kräftig gewürzt, die gefüllten Teigtaschen weich und saftig. Viele der Hauptgänge (7–10 Euro) sind vegetarisch, werden aber auf Wunsch mit Rindfleisch oder Eiern serviert (Aufpreis um 2,50). Sie kosten dann mit Fleisch maximal 10,50 Euro, wie etwa die Glasnudel-Speise „Jabchae“ mit Gemüse und der traditionellen Kohlspeise Kimchi.

Auch wenn die Gerichte nicht allzu teuer sind, so hätte man sich doch eine schönere Präsentation der geschmacklich durchaus gelungenen Glasnudeln gewünscht. Außerdem waren in dem Essen nur einige kleine Rindfleischzipfel zu finden, dafür wurde bei allen Gerichten nicht an Möhrenstreifen gespart. Einen Versuch wert ist hier sicherlich der Lunch: Montags bis freitags von 12 bis 15.30 Uhr stehen je vier Gerichte für 6,50 Euro zur Auswahl.

Core Pappelallee 84, Prenzlauer Berg, Mo.–Fr. 12–22, Sbd. 17–22 Uhr, Tel. 24 32 45 49, http://core-koreancuisine.blogspot.de

Bewertung

Geschmack ***

Ambiente **

Service **

Preis/Leistung ***

Gesamt ***

Höchstwertung: *****