Straßennamen

Hasenheide

Von Südstern bis Hermannplatz reicht die Straße mit dem Namen Hasenheide.

Ihr nördlicher Teil gehört zu Kreuzberg, der südliche zu Neukölln. Auch der Volkspark auf Neuköllner Gebiet heißt Hasenheide. Diese Bezeichnung geht auf ein Hasengehege zurück, das der Oberjägermeister von Lüderitz im Jahr 1678 im Auftrag des Kurfürsten anlegte. Ein Wald mit Eichen und Fichten stand damals in diesem Gebiet.

Rund 105 Hektar groß war das Gelände, in dem man die Langohren ansiedelte. Weil Zäune das Areal absperrten, konnten die Bauern der Umgebung nicht mehr ihr Vieh in diesem Wäldchen weiden lassen. Sie prozessierten deshalb gegen den Oberjägermeister und seine Nachfahren.

Der Weg am Hasengehege, der später zur Straße ausgebaut wurde, entstand auch um 1678. Nördlich dieses Weges siedelten sich Gastwirtschaften und Caféhäuser an. Die Hasenheide wurde zum beliebten Ausflugsziel. 1811 entstand in der Hasenheide der erste öffentliche Turnplatz in Deutschland, auf Initiative von Friedrich Ludwig Jahn. Ihm zu Ehren wurde 1872 ein Denkmal im Park enthüllt. 1838 legte Peter Lenné einen Landschaftspark in der Hasenheide an. Ab 1876 dienten Teile des Parks als Schießplatz für das Militär.