Ausstellung

Experiment mit Farbe und Form

Ein Fest der Farben und der Formen, ein wahrer Augenschmaus erwartet einen derzeit im Dahlemer Brücke Museum.

Kein anderer Künstler der expressionistischen Künstlergruppe ist seinen Anfängen so treu geblieben wie Karl Schmidt-Rottluff. Bis ins hohe Alter – als er 1964 mit nunmehr 80 Jahren seine letzten Gemälde malt – überwiegen schrille Farben und flächige Formen, eine bunte Explosion künstlerischer Emotion, die er malerisch in einen angemessenen Ausdruck zu übersetzen suchte. Schon in frühen Bildern, die noch impressionistisch inspiriert sind, sieht man sein Ringen um eine neue Malweise: weg vom Gegenstand, hin zu Experimenten mit Farbe und Form. Anfangs spielt die Farbe noch eine wichtigere Rolle, die Form ist mehr oder weniger aufgelöst in pastos gespachtelte Striche oder Punkte wie in den frühen Gemälden „Erzgebirgsdorf“ von 1905 oder „Am Pfleißebach“ von 1906. Seinen eigentlichen Stil findet Schmidt-Rottluff ein wenig später um 1911/12 in den letzten Bildern von der Oldenburger Landschaft und den Arbeiten seines Norwegen-Aufenthaltes in Lofthus. Schmidt-Rottluff hat sein grundlegendes Bildvokabular gefunden.

Die ganze Vielfalt an Farben und Formen in den Ölbildern von Schmidt-Rottluff ist nun im Brücke Museum zu bewundern. Damit feiert das Museum zugleich den Grundstein für seine Entstehung.

Brücke Museum, Bussardsteig 9, tgl. außer Di 11-17 Uhr. Bis 16. 3.