Straßennamen

Columbiadamm

Nach „Miss Columbia“ ist die Straße benannt, die vom Platz der Luftbrücke in Tempelhof bis zur Flughafenstraße in Neukölln reicht.

Keine amerikanische Schönheitskönigin, sondern ein Flugzeug trug diesen Namen. Es war die erste Maschine, die von New York nach Berlin flog. Am 4. Juni 1927 starteten der Pilot Clarence Chamberlin und sein Begleiter Charles Levine. Fast 6500 Kilometer lang war die Strecke. Doch 43 Stunden nach dem Start und rund 200 Kilometer vor dem Ziel war der Treibstoff verbraucht. Das Flugzeug musste in einem Weizenfeld bei Eisleben notlanden. Historischen Berichten zufolge wurde der Tank mit Hilfe einer Kaffeekanne nachgefüllt, deren Schnabel in die Tanköffnung passte. Eine weitere Notlandung folgte in einem Kartoffelacker in der Nähe von Cottbus. Als „Miss Columbia“ schließlich in Tempelhof landete, soll ihr von jubelnden Berlinern ein phänomenaler Empfang bereitet worden sein.

Die Maschine war 1926 als zweisitziges Transportflugzeug konstruiert worden und konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 180 Kilometern pro Stunde erreichen. Charles Levine kaufte die Flugzeugpläne für die Columbia Aircraft Corporation. Er soll beim Flug nach Berlin einen Nadelstreifenanzug getragen haben.