Best of Berlin

Warten aufs Christkind

Zur Weihnachtszeit wird es auch im hektischen Berlin besinnlich. Ob im Reich der Schneekönigin, bei den Turmbläsern von Westend oder in der Krippenschau. Eine Auswahl

Lichtenberg: Hier schwebt die Schneekönigin über das Publikum

1. „Die Schneekönigin gehört zu unseren Märchenklassikern“, sagt Theatersprecherin Betty Riecke. Die diesjährige Weihnachtsinszenierung ist besonders opulent. Einer der Höhepunkte: Die Schneekönigin schwebt vor bis zu 450 Zuschauern über der Bühne. Geeignet ist die 80-minütige Inszenierung für Kinder ab dem Vorschulalter. Die Vorstellung hat keine Pause.

Theater an der Parkaue Parkaue 29, Lichtenberg, Tram M13, M16 Rathaus Lichtenberg, 21.12. 16 Uhr, 23.12. 11 Uhr, 26.12. 16 Uhr, 11.1. 11+16 Uhr, Karten 13 Euro, Kinder bis 12 J. ab 7 Euro, Tel. 55 77 52-0, www.parkaue.de

Charlottenburg: Die festlichen Turmbläser von Neu-Westend

2. An Heiligabend findet das weihnachtliche Turmblasen auf dem freistehenden Glockenturm der evangelischen Kirche Neu-Westend zum 55. Mal statt. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 1000 Zuhörer, die Liedern wie „Stille Nacht“ oder „Kommet ihr Hirten“ im Freien lauschten. „Das Orchester besteht aus acht Bläsern, die Trompete, Posaune und Tuba spielen. Es gibt übrigens auch Glühwein zu kaufen“, sagt Pfarrer Justus Schwer, der ab 23 Uhr auch noch zur Christmette lädt.

Kirche Neu-Westend Eichenallee 47–53, Charlottenburg/Westend, U2 Neu-Westend, Bus M 45 Kirschenallee, 24.12. 22 Uhr, Eintritt frei, www.kg-neu-westend.de

Schöneberg: Golden Gospel Pearls in der Apostel-Paulus-Kirche

3. Seit 15 Jahren singen Donna Brown und ihre Golden Gospel Pearls in der Apostel-Paulus-Kirche englischsprachige und deutsche Weihnachtslieder. „Stille Nacht singen wir in beiden Sprachen“, so die Sängerin, die mit sechs Sängern und Sängerinnen, Schlagzeuger und Bassist auftritt. Sie selbst singt und spielt Klavier.

Apostel-Paulus-Kirche Grunewaldstraße/Ecke Akazienstraße, Schöneberg, U7 Eisenacher Straße, Tel. 47 99 74 15, 20., 25.–27.12., 16 u. 20 Uhr, 21., 26.+ 28.12., 16 Uhr, Karten ab 27,50 Euro

Mitte: Alles über Weihnachten im Deutschen Historischen Museum

4. Warum feiern wir Weihnachten am 25. und 26. Dezember? Was hat das Christkind mit Luther zu tun? Seit wann liegen Geschenke unterm Weihnachtsbaum? Wie kam das Weihnachtsfest nach Deutschland? „Dem gehen wir bei den Weihnachts-Familienführungen durch die Dauerausstellung nach“, sagt Sprecherin Sonja Trautmann. Eine Stunde dauern die Führungen. Für Kinder von acht bis zwölf Jahren.

Deutsches Historisches Museum Unter den Linden 2, Mitte, Bus 100, 200, TXL Staatsoper oder Lustgarten, tägl. 10–18 Uhr, 24.12. geschlossen, Führungen 21.–23.12., 25., 26., 28.12. 14 Uhr, ohne Anmeldung, Treff: Information Zeughaus, 2 Euro zzgl. Eintritt für Erwachsene (8, erm. 4 Euro), Eintritt Kinder frei, Tel. 20 30 40, www.dhm.de

Moabit: Wenn der Hauptbahnhof zur Kathedrale wird

5. Damit auch (Bahn-)Reisende etwas vom Zauber der Weihnacht mitbekommen, wird der Berliner Hauptbahnhof zu einem besonderen Ort. Die Eingangshalle verwandelt sich in eine Art Kathedrale. An Heiligabend findet in der gläsernen Eingangshalle vor den Rolltreppen ein ökumenischer Gottesdienst statt. Der Leiter der Berliner Stadtmission, Pfarrer Hans-Georg Filker hält die Predigt. Es werden Weihnachtslieder gesungen, die Weihnachtsgeschichte wird vorgelesen.

Hauptbahnhof (Eingang Süd) Washingtonplatz, Moabit, U55, S5, 7 , 24.12. 22 Uhr

Wilmersdorf: Weihnachtslieder in afrikanischen Sprachen

6. Weihnachtskonzerte hat der Gospelchor „Afro-Gospel Bona Deus“ schon häufiger gegeben. In der Auenkirche singen die knapp 20 Sänger und Sängerinnen zum ersten Mal. „Beim Christmas Golden Gospel Festival singen wir Weihnachts-Lieder in deutsch und verschiedenen afrikanischen Sprachen“, sagt Danny Wazolua, Dirigent und einer der Solisten. „Das Publikum darf mitmachen.“

Auenkirche Wilhelmsaue 119, Wilmersdorf, U7 Blissestraße, 26.12. 16 Uhr, Karten 33,90 Euro zzgl. VVG unter Tel. 47 99 74 15

Mitte: Die schönsten Krippen aus aller Welt in der Alten Münze

7. In der Alten Münze werden auf rund 400 Quadratmetern „Die schönsten Krippen dieser Welt“ gezeigt. Die größte Krippe der erstmals in Deutschland gezeigten Ausstellung ist ein vier mal vier Meter großes Meisterwerk der italienischen Krippenbauerin Angela Tripi. 180 Krippen aus mehreren Jahrhunderten sind zu sehen. Zu den Höhepunkten gehören auch 30 der berühmten Krakauer Krippen.

Alte Münze Molkenmarkt 2, Mitte, Bus 248, M48 Berliner Rathaus bis 5.1. tägl. 10–20 Uhr, Eintritt 10 Euro, Kinder 6 Euro, www.krippen-berlin.de

Reinickendorf: Ein Eisbär namens Lars feiert Weihnachten

8. „Was ist Weihnachten?“ und „Wie wird ein Tannen- zum Christbaum?“ fragen sich die Freunde Lars und Robbie? Ob sie Antworten darauf bekommen und was ein Eisbär damit zu tun hat, erfahren Kinder von drei bis sieben Jahren und deren Eltern beim

„8. Winter-Familientheater“ des Berliner Kindertheaters. „Das Stück ‚Frohe Weihnachten, kleiner Eisbär!’ ist vorher noch nie gespielt worden“, sagt Theaterchef Andreas Schmidt. 70 Minuten ohne Pause dauert die Inszenierung, bei der im Fontane-Haus bis zu 1000 Gäste Platz finden.

Fontane-Haus Wilhelmsruher Damm 142c, Reinickendorf/Märkisches Viertel, Bus 124, M21, X 21, X33 Wilhelmsruher Damm/Treuenbrietzener Straße, 20., 27.12. 15 Uhr, 21., 26., 28.12. 16 Uhr, Karten 12–16 Euro, Kinder 10–14 Euro, Tel. 62 70 59 26 und www.berliner-kindertheater.de

Kreuzberg: Neun sibirische Huskys in der Curcus-Manege

9. Ein Wintermärchen in der Manege: Mit Trapezkünstlern, Jongleuren und anderen Artisten feiert der Zirkus Weihnachten. Zum elften Mal gastiert Bernhard Paul mit seinem „Roncalli Weihnachtscircus“ im Tempodrom. Durch den Abend führt Eric Boo, ein Comedian aus Paris. Der erst 16-jährige japanisch-amerikanische Jongleur Ty Toyo hat es mehrmals ins Guinessbuch der Rekorde geschafft. Winterlich wird es mit einer Schlittenfahrt durch die Manege mit neun sibirischen Huskys .

Roncalli Weihnachtscircus im Tempodrom Möckernstr. 10, Kreuzberg, S1, 2, 25 Anhalter Bahnhof, bis 4.1. (außer 22.12), Karten 13–55 Euro zzgl. Gebühren unter Tel. 47 99 74 77 oder 01806/57 00 99 und www.semmel.de