Unter 20 Euro

Gut aufgehoben beim gelernten Elektronik-Experten

- Ein gelernter Elektronik-Experte, der ursprünglich aus Zentralanatolien stammt, betreibt ein erfolgreiches vietnamesisches Restaurant in der Nähe des Viktoria-Luise-Platzes. Ertugrul Ersoy sein Name. Bereits vor zwölf Jahren strich der gastronomische Quereinsteiger Glutamat und Schweinefleisch von der Karte. Außerdem setzt er auf zivile Preise und Nähe zu seinen Gästen, die er alle konsequent duzt.

Ersoy verfolgt eine Service-Philosophie, die man selten in der Hauptstadt-Gastronomie findet. So bekommt man hier kostenlos etwas Neues vorgesetzt, wenn man mit dem Essen unzufrieden ist. „Dir muss es schmecken, nicht uns“, sagt der Chef dann und lächelt. Er weiß, dass das nur selten vorkommt, denn seine beiden vietnamesischen Köche verstehen ihr Handwerk.

Wer das Lokal zum ersten Mal besucht, sollte unbedingt den Vorspeisenteller mit Sommerrolle, Frühlingsrolle, den Teigtaschen „Wan Tan“ und den Krabbenchips „Krupuk“ probieren (vier Euro, für zwei Personen 6,80 Euro). Sehr aromatisch war das Hauptgericht Bo Xao Nam, Rindfleisch mit Pilzen. Das dünn geschnittene Fleisch war zart angebraten, dazu gab es bissfeste Dong-Co-Pilze, Ananasstückchen, Zwiebeln, Brokkoli und Sojasprossen auf Reis mit einer dunklen Sauce (8,90 Euro).

Auch die Weine sind günstig, sie kosten um vier Euro pro Glas. Flaschen sind ab 14 Euro zu haben. Empfehlenswert sind aber auch die Säfte, zum Beispiel der zum Essen erfrischend säuerliche „Ertugrul-Saft“ aus einer Frucht namens Stachelannone, die in Deutschland nahezu unbekannt ist. Wir empfehlen, rechtzeitig zu reservieren.

Saigon and more Geisbergstraße 12, Schöneberg, Tel. 23 62 60 90, Di.–Fr. 18–23, Sbd. 12–23, So. 17–23 Uhr, nur Barzahlung

Bewertung

Geschmack ****

Ambiente ****

Service ****

Preis/Leistung *****

Gesamt ****

Höchstwertung: *****