Kunst

Käthe Kollwitz in der neuen Dauerausstellung

Mit einer neuen Dauerausstellung nähert sich die neue Direktorin Iris Berndt, die das privat geführte Käthe-Kollwitz-Museum in der Fasanenstraße seit Februar leitet, ihrem Sujet.

Käthe Kollwitz, der weltberühmten Künstlerin, die mit ihrer universellen Bildsprache über die Not der unteren Schichten und die Leiden im Krieg viele der vor allem internationalen Besucher des Hauses immer wieder tief beeindruckt.

Auf vier Etagen wird chronologisch und nach Werkgruppen geordnet das Leben und Schaffen der Grafikerin, Zeichnerin und Bildhauerin vermittelt. Eine purpurne Linie, die sich mit Lebensdaten und zeitgeschichtlichen Hintergründen durch den Flur zieht, dient als roter Faden. Ein eigens produzierter, auch als App herunterladbarer Audioguide signalisiert, dass das Haus auch junge Besucher ansprechen möchte. Sonderschauen wird es auch in Zukunft geben, allerdings nur im dezenten Dialog mit der Hauskünstlerin und ohne die Dauerausstellung zu durchbrechen – eine überraschende Entscheidung, nachdem Gudrun Fritsch, Mitbegründerin und Kuratorin des Museums, in der fulminanten letzten Sonderausstellung ein schrilles Streitgespräch zum Thema Krieg zwischen Kollwitz und der jungen ungarischen Konzeptkünstlerin Kata Legrady inszenierte, die das Zeug hatte, auch jüngere Besucher in das Museum zu locken.

Käthe-Käthe-Kollwitz-Museum, Fasanenstr. 24, täglich 11-18 Uhr. Eintritt: 6 Euro