Trus Top-Tipp

Boa!

Spreeradio-Moderator Jochen Trus empfiehlt Phillip Boa.

Zum Anschauen: Gute 20 Jahre Indie-Kult haben Phillip Boa und sein Voodooclub mittlerweile hinter sich. Zwei Dekaden schon folgt ihm die eingeschworene Fangemeinde, beinahe jährlich veröffentlicht er gute Alben, unverkennbar in ihrer düsteren Melancholie und melodiösen Schönheit – im Sound zwischen Robert Forsters Go Beetweens und Nick Caves Bad Seeds angesiedelt. Boa, der dandyhafte Sonderling und jahrelange Exilant auf Malta, spielt am Samstagabend in Huxleys Neuer Welt Songs vom neuen Album namens „Bleach House“ sowie ein Best-Of-Set. Und im Gegensatz zu anderen Künstlern mit Wurzeln in den 80er-Jahren ist das kein nächster Aufguss, der konsequente deutsche Indie-Pionier hat immer noch viel zu sagen!

Zum Anhören: Zwei Album-Klassiker der 1990er, „Helios“ und „Boaphenia“ plus bisher unveröffentlichte Aufnahmen sind mittlerweile remastered als Reissue-Paket erschienen und ein guter erster Kontakt mit Boa. Das Album „Diamonds Fall“ von 2012 verzaubert mit opulenten Streicherarrangements, mehrschichtigen Gitarrenwänden und Melodien, die einen bis in den Schlaf verfolgen. Dabei wird Boa übrigens von Jaki Liebezeit, dem Schlagzeuger der legendären Can, verstärkt, der die kompletten Drums und Percussions dieses wunderbaren Albums eingespielt hat.

Weitere Tipps des beliebten Moderators bekommen Sie bei „Jochen Trus am Morgen“ auf 105’5 Spreeradio