Unter 20 Euro

Wenn der Knödel fertig ist, schellt die Kuhglocke

Die Gegend rund um den U-Bahnhof Eberswalder Straße könnte Berlins heißeste Imbissmeile werden. Unter der Hochbahn steht man bei „Konnopke’s Imbiß“ Schlange, um eine der legendären Currywürste zu essen. Kebab-und Asia-Stände sind dort ebenfalls vertreten. Seit September gibt es einen weiteren Mitstreiter: Das österreichische Restaurant „Mutzenbacher“ aus Friedrichshain hat hier eine Imbissbude eröffnet, bei der hauptsächlich alpine Wurstspezialitäten auf der Tafel stehen. Kaskrainer, Schweinswürstel, Burenwurst und Debreziner kosten 2,50 bis 2,90 Euro. Dazu kann man eine Portion Kraut- oder Kartoffelsalat (1,60-2,20 Euro) oder Meerrettich ordern (30 Cent). Außerdem im Angebot sind Knödel und ein veganer Alpenburger (4,30 Euro).

Bei Touristen und Anwohnern ist der Imbiss beliebt. Das junge, urbane Publikum steht in Grüppchen an und scheint sich schon beim Warten bestens zu amüsieren. Die resolute Dame vom Grill klingelt hin und wieder mit einer Kuhglocke, wenn die Bestellungen nicht pünktlich entgegen genommen werden.

Köstlich war der Spinatknödel mit Nussbutter, Hirtenkäse und Schnittlauch (2,50 Euro). Auch die „Fleischkas-Semmerl“, die man mit Senf, Chili oder Peperoni essen kann, ist ein gelungener herzhafter Happen. Allerdings gibt es hier einen kleinen Kritikpunkt: Abends sind die runden Brötchen leicht pappig. Dass das Mutzenbacher mit seinem urigen Würstelstand auch gediegenes Publikum ansprechen möchte, zeigt das Getränkeangebot. Trinken können die Gäste nicht nur Almdudler oder Bier, sondern auch Champagner (pro Glas neun Euro).

Mutzenbacher Esskultur am Berg unter der Hochbahn am S-Bahnhof Eberswalder Straße, Prenzlauer Berg, Tel. 0162 289 28 45, So.–Do. 10–24, Fr.+Sbd. 10–3 Uhr

Bewertung

Geschmack ++++

Ambiente ++

Service ++

Preis/Leistung +++++

Gesamt +++

Höchstwertung: +++++